Land NÖ warnt Bürger

Deutlicher Anstieg der Regenmengen zu verzeichnen

Niederösterreich
14.09.2024 12:34

Enttäuscht werden müssen alle, die gehofft haben, dass sich die Lage bezüglich der Niederschlagsmengen in Niederösterreich nicht verschärfen würde. Nach einer Lagebesprechung des Landesführungsstabes ist fix: In den nächsten 48 Stunden (Stand: Samstagmittag) ist mit einem deutlichen Anstieg von weiteren 230mm Regenmenge zu rechnen.

„Die kommenden Stunden werden für den Hochwasserschutz die Stunden der Wahrheit und für unsere Einsatzkräfte und zahlreiche Landsleute zu einer massiven Belastungsprobe.“ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner kann angesichts gesicherter Prognosen leider keine positive Prognose – laut derzeitigem Stand vorerst bis Montagmittag – abgeben. 

Anstieg der Wasserpegel entwickelt sich gefährlich
Dementsprechend ist auch mit einem raschen und deutlichen Anstieg der Wasserführung in sämtlichen Gewässern zu rechnen. Dazu kommen orkanartige Windböen. „Für die Donau bedeutet das laut aktuellen Prognosen ein HQ20 bis 30. An den südlichen Zubringerflüssen ist ein HQ30 und örtlich darüber möglich“, heißt es. 

Stabsleiter Andreas Herndler (NÖ Landesfeuerwehrverband), NÖ-Landeshauptfrau Johanna ...
Stabsleiter Andreas Herndler (NÖ Landesfeuerwehrverband), NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP)(Bild: APA/NLK/FILZWIESER)

Evakuierungen werden bereits vorbereitet
Im Waldviertel soll die Gefahrensituation besonders schnell steigen, so Mikl-Leitner: „Einsatzorganisationen bereiten sich gemeinsam mit den Bezirkshauptleuten und Gemeinden – dort wo sie notwendig werden könnten – auf Evakuierungen vor und informieren die Bürgerinnen und Bürger dementsprechend.“

Die betroffenen Gemeinden in den Bezirken Zwettl, Horn, Krems und Tulln werden nun entsprechend zum Katastrophengebiet erklärt. Die Feuerwehr baut den mobilen Hochwasserschutz auf und schützt die kritische Infrastruktur, steht mit zwei KHD (Katastrophenhilfsdienst)-Zügen und sämtlichen Bezirksstäben im Einsatz - zusätzlich stehen Großpumpen zur Verfügung.

Appell an die Bevölkerung: „Auf Lage vorbereiten!“
„Ich bitte alle Niederösterreicher in den betroffenen Regionen, sich auf weitere Niederschläge und steigende Hochwasserstände einzustellen und vorzubereiten.“

An der Besprechung unter dem Vorsitz von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf haben neben der Landeshauptfrau auch Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und sämtliche Einsatzorganisationen und Experten der Hydrologie, des Wasserbaus und der Infrastruktur teilgenommen.

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