„Einfach Pech gehabt“
Eishöhle eingestürzt: Ein Toter, Suche geht weiter
Beim Einsturz einer Eishöhle auf einem Gletscher in Island ist mindestens ein Tourist ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei schwer verletzt und per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Reykjavik gebracht worden, befinde sich aber in einem stabilen Zustand, teilte die zuständige isländische Polizei mit. Vorherzusehen sei das Unglück nicht gewesen, sagte ein Polizeisprecher.
Zwei weitere Menschen, die wohl unter dem Eis eingeschlossen wurden, werden nach dem Unglück auf dem Gletscher Breidamerkurjökull weiter vermisst.
Suche in der Nacht abgebrochen
Die Suche nach ihnen wurde wegen der schwierigen und gefährlichen Bedingungen und der Dunkelheit in der Nacht unterbrochen. Sie sollte in der Früh fortgesetzt worden.
„Man kann immer einfach Pech haben“
Touren in den Eishöhlen würden von erfahrenen Guides geleitet und würden das ganze Jahr über stattfinden, sagte Chefinspektor Sveinn Kristján Rúnarsson gegenüber lokalen Fernsehsendern: „Man kann immer einfach Pech haben. Aber es sind hier sehr erfahrene Leute, die normalerweise ganz genau wissen, wann es sicher ist, in die Höhlen zu gehen und wann nicht. Aber das ist eine lebende Insel – es kann immer etwas passieren.“
Rúnarsson bestätigte zudem, dass es sich bei den Betroffenen um ausländische Besucher handelte.
Ein Video auf Twitter zeigt den Einstieg in die Eishöhle – wohl nichts für Menschen mit Platzangst ...
Die Betroffenen zählten zu einer aus 25 ausländischen Touristen bestehenden Gruppe, die die Eishöhle erkundet hatte. Ihre Nationalitäten blieben zunächst unklar. Island mit seinen Gletschern und Geysiren, Vulkanen und Wasserfällen ist bei vielen Outdoor-Touristen ein beliebtes Reiseziel.
Bei Touristen beliebte Naturattraktion
Der Breidamerkurjökull im Südosten der Nordatlantik-Insel ist ein Ausläufer des Gletschers Vatnajökull. Vor ihm erstreckt sich die spektakuläre Gletscherlagune Jökulsarlon.
Der See mit seinen auf dem Wasser treibenden Eisbergen ist eine der größten Touristenattraktionen Islands. In der Region werden zahlreiche Wanderungen über Gletscherzungen und durch Eishöhlen angeboten.









Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.