Angesichts wiederholter Forderungen nach Vermögen- und Erbschaftssteuern hat das Aktienforum gemeinsam mit der Industriellenvereinigung eine Umfrage dazu gemacht, die der „Krone“ vorleigt. Zwei Drittel sind der Meinung, dass neue Steuern den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.
Die Umfrage wurde von Peter Hajek durchgeführt und hatte eine Stichprobe von 800 Befragten. Die Ergebnisse zeigen eine klare Ablehnung gegenüber neuen Steuern: 64 Prozent sind der Meinung, dass neue Steuern den Wohlstand in Österreich gefährden würden und 65 Prozent sehen auch die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. 82 Prozent der Österreicher meinen, dass für die Finanzierung von Kindergärten und Pflege keine neuen Steuern notwendig sind, sondern das bestehende Steuergeld besser und sparsamer eingesetzt werden müsste.
74 Prozent lehnen eine „Schnüffelsteuer“, bei der stichprobenartig Haushalte überprüft werden, ab. 78 Prozent sind der Meinung, dass Wertgegenstände wie Schmuck oder Sparbücher den Staat nichts angehen. 68 Prozent halten Erbschaftssteuern für eine Doppelbesteuerung und lehnen diese ab. Drei Viertel der Befragten (76 Prozent) unterstützen eine Senkung der Abgabenquote auf unter 40 Prozent bis 2030.
Die IV betont einmal mehr, dass die Österreichs Abgabenquote mit 43,6 Prozent die vierthöchste in der EU ist. Oftmals werde auch der Aspekt außer Acht gelassen, dass der Großteil der Vermögen in heimischen Unternehmen liegt. Würde der Staat das bereits mehrfach besteuerte Vermögen erneut durch Vermögens- und Ablebensteuern belegen wollen, droht langfristig ein Ausverkauf der österreichischen Familienunternehmen.
Bei dem zu vererbenden Vermögen handle es sich um hart erarbeitetes Geld der Nachkriegsgenerationen, welches bereits mit bis zu 55 Prozent besteuert wurde. Diese Ersparnisse sollen bei der Erbschaftssteuer nach dem SPÖ-Modell erneut mit mindestens 25 Prozent besteuert werden. „Wer für seine Kinder spart, anstatt das Geld rauszuschmeißen, darf nicht der Dumme sein“, so die IV.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.