Überfall in Acapulco
Kommando verging sich in Hotelanlage an Touristinnen
Bürgermeister Luis Walton Aburto und die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Guerrero, Martha Elba Garzon, erklärten am Montagabend vor der Presse, dass fünf bewaffnete und vermummte Männer die Reisenden in einem Bungalow der Anlage überfallen hätten. Demnach seien sieben Männer und eine mexikanische Touristin mit Kabeln gefesselt sowie sechs spanische Touristinnen vergewaltigt worden.
"So was passiert überall auf der Welt"
"Was passiert ist, ist sehr bedauerlich - aber gut, so was passiert überall auf der Welt", erklärte Aburto. Der TV-Sender Milenio Television berichtete, die Urlauber seien zudem ausgeraubt worden. Laut den Behörden fehlt von den Tätern jede Spur.
Die Hotelanlage liegt in Punta Diamante in den südöstlichen Vororten Acapulcos nahe dem internationalen Flughafen der Pazifikmetropole. Als Alternative zur verschmutzten Bucht im Zentrum der Stadt bieten sich hier Strände am offenen Pazifik zum Entspannen an. Wegen eines verlängerten Wochenendes anlässlich des mexikanischen Verfassungstags am Dienstag waren die Hotels ausgebucht.
Beliebtes Reiseziel trotz Drogenkrieg
Das rund 400 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt gelegene Acapulco ist seit Jahrzehnten eines der beliebtesten mexikanischen Reiseziele. In den 1950er-Jahren noch ein Treffpunkt der Hollywood-Prominenz, ist es heute vor allem Ziel des einheimischen Massentourismus.
In den vergangenen Jahren kamen beim Drogenkrieg im Bundesstaat Guerrero Tausende Menschen ums Leben. Die Behörden versichern jedoch, dass sich die Lage in den vergangenen Monaten gebessert habe. In vielen Orten haben sich Bürgerwehren gebildet, die als "Gemeindepolizei" auf eigene Faust für Recht und Ordnung sorgen.
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