Überfall in Acapulco

Kommando verging sich in Hotelanlage an Touristinnen

Ausland
05.02.2013 12:49
Ein bewaffnetes Kommando ist in Mexiko in eine Hotelanlage eingedrungen und hat mehrere spanische Touristinnen vergewaltigt. Die Tat ereignete sich am Montag in einem Strandressort unweit von Acapulco. Die sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen beliebte Pazifikregion ist einer der brutalsten Schauplätze des mexikanischen Drogenkrieges. Dementsprechend ist der Bürgermeister von Acapulco offenbar schon einiges gewohnt - zu dem Überfall meinte er lediglich: "Bedauerlich, aber so was passiert."

Bürgermeister Luis Walton Aburto und die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Guerrero, Martha Elba Garzon, erklärten am Montagabend vor der Presse, dass fünf bewaffnete und vermummte Männer die Reisenden in einem Bungalow der Anlage überfallen hätten. Demnach seien sieben Männer und eine mexikanische Touristin mit Kabeln gefesselt sowie sechs spanische Touristinnen vergewaltigt worden.

"So was passiert überall auf der Welt"
"Was passiert ist, ist sehr bedauerlich - aber gut, so was passiert überall auf der Welt", erklärte Aburto. Der TV-Sender Milenio Television berichtete, die Urlauber seien zudem ausgeraubt worden. Laut den Behörden fehlt von den Tätern jede Spur.

Die Hotelanlage liegt in Punta Diamante in den südöstlichen Vororten Acapulcos nahe dem internationalen Flughafen der Pazifikmetropole. Als Alternative zur verschmutzten Bucht im Zentrum der Stadt bieten sich hier Strände am offenen Pazifik zum Entspannen an. Wegen eines verlängerten Wochenendes anlässlich des mexikanischen Verfassungstags am Dienstag waren die Hotels ausgebucht.

Beliebtes Reiseziel trotz Drogenkrieg
Das rund 400 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt gelegene Acapulco ist seit Jahrzehnten eines der beliebtesten mexikanischen Reiseziele. In den 1950er-Jahren noch ein Treffpunkt der Hollywood-Prominenz, ist es heute vor allem Ziel des einheimischen Massentourismus.

In den vergangenen Jahren kamen beim Drogenkrieg im Bundesstaat Guerrero Tausende Menschen ums Leben. Die Behörden versichern jedoch, dass sich die Lage in den vergangenen Monaten gebessert habe. In vielen Orten haben sich Bürgerwehren gebildet, die als "Gemeindepolizei" auf eigene Faust für Recht und Ordnung sorgen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
05.02.2013 12:49
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung