Drama im Dienst
China: Beamter für Familienplanung überfuhr Baby
Nach Angaben eines örtlichen Verwaltungsbeamten ereignete sich das Drama in der ostchinesischen Stadt Wenzhou (Bild). Das Baby sei noch in ein Krankenhaus gebracht worden, wo es aber kurz darauf gestorben sei. Die Behörden hätten nun Ermittlungen eingeleitet, wie der kleine Bub unter den Wagen gekommen sei.
Mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, gilt seit den späten 1970er-Jahren die Ein-Kind-Politik. In Städten lebende Paare dürfen nur ein Kind bekommen, Paare auf dem Land dürfen ein zweites Kind bekommen – allerdings nur, wenn das erste ein Mädchen ist.
Verstoßen Eltern gegen die Regel, müssen sie hohe Strafen zahlen. Menschenrechtsgruppen zufolge werden dadurch zahlreiche Frauen zur Abtreibung gezwungen. Für Empörung sorgte im vergangenen Sommer der Fall einer jungen Frau, die im siebten Schwangerschaftsmonat von den Behörden zur Abtreibung gezwungen worden war (siehe Infobox).
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