Nirgendwo passieren so viele Unfälle mit Schülern wie in Oberösterreich – in den vergangenen zwölf Jahren waren es 1007. Eine spezielle KI-Kamera zeichnete eine Woche lang das Verkehrsaufkommen vor einer Volksschule auf, zeigt die Gefährdungen schonungslos auf.
Ruhig muss nicht unbedingt gleich sicher bedeuten“ – so fasst ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger die Auswertung einer speziellen KI-Kamera zusammen. Zwischen 13. und 22. Mai wurde die Mobility Observation Box (MOB) vor einer ländlichen Volksschule in Oberösterreich installiert. Die Kamera filmte rund um die Uhr, und mittels Künstlicher Intelligenz (KI) wurden im Nachhinein Fehlverhalten von allen Verkehrsteilnehmern analysiert.
40 Prozent waren zu schnell
„Dazu muss man sagen, dass sich die Kinder alle vorbildlich verhalten haben. Primär haben die Erwachsenen für Gefahrensituationen gesorgt“, resümiert Harald Großauer, Landesdirektor des ÖAMTC OÖ. So blieb etwa ein Auto mitten auf der Fahrbahn stehen, um ein Kind einsteigen zu lassen. Ein weiterer Lenker setzte auf beziehungsweise kurz vor einem Zebrastreifen zum Überholen von mehreren Radfahrern an. Auch die Geschwindigkeit der Fahrer wurde gemessen. 60 Prozent hielten sich an die 30er-Beschränkung, fünf Prozent waren mit mehr als 45 km/h unterwegs.
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