Staatsbesuch
Hollande: “Stehen auch künftig an Malis Seite”
Hollande betonte während des eintägigen Aufenthalts, Frankreich wolle Mali auch künftig beistehen. "Wir sind an Ihrer Seite", sagte der Präsident in der Hauptstadt Bamako. Der Einsatz der französischen Armee sei eine Verpflichtung gewesen, um "Menschlichkeit, Integrität und Stärke" in dem Land wiederherzustellen.
Gleichzeitig bekräftigte Hollande, Frankreich habe nicht die Absicht, in Mali zu bleiben. Der Einsatz werde noch ein paar Wochen dauern. Ziel sei es aber, die Aufgabe an afrikanische Streitkräfte zu übergeben.
"Es geht um Gerechtigkeit, nicht um Rache"
Der Staatschef warnte vor Übergriffen nach einem Erfolg gegen die Islamisten. Es gehe um "Gerechtigkeit, nicht um Rache". Es könne nicht eine Ungerechtigkeit durch eine andere wiedergutgemacht werden, sagte Hollande. Die internationale Gemeinschaft beobachte Mali genau: "Sie müssen die Kriminellen bestrafen, aber mit Blick auf die Menschenrechte zeigen, dass Mali beispielhaft ist."
Mit Blick auf die raschen militärischen Erfolge und die Rückeroberung wichtiger Städte sagte Hollande, der Kampf sei noch nicht beendet. "Seit dem 11. Jänner haben wir schon eine Menge Arbeit geleistet, aber es ist noch nicht alles erledigt."
Hollande will politischen Dialog vorantreiben
Gemeinsam mit dem malischen Übergangspräsidenten Dioncounda Traore traf Hollande mit französischen und malischen Soldaten zusammen. Außerdem besuchte Hollande kulturelle Zentren in Timbuktu, die von Rebellen beim Abzug zerstört worden waren. In Bamako gab es noch eine Unterredung zwischen Hollande und Traore. Damit wollte der französische Staatschef nach dem Kampf gegen Terrorismus den politischen Dialog vorantreiben.
Der Besuch erfolgte gut drei Wochen nach Beginn des Einsatzes der französischen Armee in Mali. Die Kämpfe gingen indes weiter. In Kidal im Nordosten des Landes gab es nach malischen Angaben Gefechte zwischen islamistischen Rebellen und malischen Einheiten.
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