Dass Österreich in wenigen Jahren sein Spitzenrating von S&P zurückerhält, ist aus heutiger Sicht nicht besonders wahrscheinlich. Gegenwärtig werde die Chance sogar als eher gering bezeichnet, zumal größere fiskalpolitische Fortschritte als im jetzigen Haushaltsplan von der Ratingagentur als kaum machbar beurteilt werden.
Ausblick von "negativ" auf "stabil" angehoben
Der verbesserte Ausblick spiegelt die Erwartungen der Ratingagentur wider, wonach Österreichs Wirtschaft die negativen Folgen der Euro-Schuldenkrise weiterhin gut wegstecken kann. S&P erwartet aber, dass die Regierung an ihrem strengeren Budgetsanierungskurs und auch an den in den Haushaltsplänen bis 2016 angeführten Reformen festhält. Laut S&P könnte es Österreich schaffen, bis 2017 ein ausgeglichenes strukturelles Budget zu schaffen, vorausgesetzt das europäische Umfeld wird nicht schlechter als derzeit erwartet.
Banken als Schwachstelle
Ein gewichtiger Faktor in den Ratingerwartungen für Österreich sind die Banken. S&P beurteilt die Kapitalausstattung der Banken in Österreich als schwach. Die Agentur geht davon aus, dass die österreichischen Banken ihre Kapitalbasis weiter stärken. Vor allem um Belastungen im Zusammenhang mit riskanteren Positionen in Ost- und Südosteuropa standzuhalten.
Finanzministerin fühlt sich bestätigt
Finanzministerin Maria Fekter fühlt sich durch die Verbesserung des Ratingausblicks von "negativ" auf "stabil" im Kurs bestätigt. Das zeige, "dass wir auf dem richtigen Weg liegen". Sie werde auch künftig genau darauf achten, dass der Kurs - stabile Finanzen durch Reformen und Wachstum durch Offensivmaßnahmen - gehalten werde. Das sei Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung.
"Wir haben die Krise besser gemeistert als andere und unsere Budgetpolitik insbesondere das Reformpaket zeigen Wirkung", so Fekter weiter. Österreich liege nach dem aktualisierten Ausblick bei seinen Bemühungen, die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren, voll im Plan. Besonders erfreulich sei, dass "die heimische Wirtschaft weiter standhaft gegenüber den negativen Auswirkungen der Schuldenkrise bleiben wird", so die Finanzministerin.
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