Mali-Einsatz
Hollande: “Wir sind dabei, die Schlacht zu gewinnen”
Hollande lobte die Effektivität der französischen Armee, der es gelungen sei, die Offensive der islamistischen Rebellen innerhalb von wenigen Tagen zu stoppen. Er bekräftigte die Absicht, die französischen Truppen so schnell wie möglich wieder aus dem westafrikanischen Land abzuziehen. "Frankreich wurde nicht gerufen, um in Mali zu bleiben", sagte Hollande. Es sei Aufgabe der Afrikaner, dass Mali seine territoriale Integrität wiedergewinne, vor allem auch im von islamistischen Rebellen kontrollierten Norden.
Der Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete, die französischen Einheiten hätten sich bei ihrem Siegeszug beim Einmarsch in wichtige Städte wie Gao oder Timbuktu stets hinter die malischen Einheiten eingereiht. Dadurch sollte bei der Bevölkerung der Eindruck entstehen, dass die Regierungsarmee die Orte zurückerobert hätten. Ein Reporter des Senders berichtete, dass die Rebellen vielfach "schlicht verschwunden" seien, sich möglicherweise in Nachbarländer abgesetzt hätten, um zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukehren.
950 Millionen Dollar für afrikanischen Mali-Einsatz nötig
Zur Finanzierung des afrikanisch geführten Militäreinsatzes (Afisma) in Mali seien indessen mindestens 950 Millionen Dollar (706 Mio. Euro) nötig. Diese Zahl nannte der Präsident der Elfenbeinküste und Vorsitzende der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, Alassane Ouatarra, am Dienstag bei der Eröffnung einer Geberkonferenz für das Krisenland in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Mindestens 10.000 Soldaten würden demnach benötigt, um das riesige Land aus der Hand von islamistischen Extremisten zu befreien - weit mehr als die ursprünglich geplanten 3.300, fügte Ouatarra hinzu.
Die Afrikanische Union hatte bereits angekündigt, sich mit 50 Millionen Dollar (37 Mio. Euro) an der Gesamtsumme zu beteiligen, die Europäische Union will 50 Millionen Euro geben. Zudem will die EU Militärausbilder entsenden.
Geberkonferenz berät über Malis Zukunft
An der Konferenz in Addis Abeba nehmen neben den Staaten der Afrikanischen Union auch Vertreter von rund 60 internationalen Partnern teil, darunter die Vereinten Nationen und die EU-Kommission. Sie wollten über die Finanzierung der Mission sowie die Restrukturierung der malischen Armee beraten. "Die ganze Welt ist hier, das ist sehr gut für Mali", sagte der malische Außenminister Tieman Coulibaly unmittelbar vor der Konferenz.
Die Afrikanische Union ist auf finanzielle sowie logistische Unterstützung für den Mali-Einsatz angewiesen. Der scheidende AU-Vorsitzende Thomas Yayi Boni hatte die afrikanischen Staaten zuvor dafür kritisiert, zu langsam auf die Situation in Mali zu reagieren. Die ECOWAS hatte die Entsendung von 5.700 Soldaten nach Mali zugesagt, der Einsatz verzögerte sich aber bisher aus finanziellen und logistischen Gründen.
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