Farce in Bulgarien
Atom-Referendum gescheitert: Zu geringe Beteiligung
Die Bulgaren waren dazu aufgerufen, über das Projekt zum Bau eines Atomkraftwerks bei dem Donaustädtchen Belene unter russischer Beteiligung abzustimmen. Die bürgerliche Regierung hatte das von den nunmehr oppositionellen Sozialisten eingeleitete Milliarden-Vorhaben aus Kostengründen gestoppt. Zudem fürchtet sie, auf dem Gebiet der Stromversorgung noch stärker von Russland abhängig zu werden. Auch Umweltschützer lehnen den AKW-Bau wegen der Erdbebengefahr am Standort ab.
Etappensieg für Sozialisten
Von den Teilnehmern des Referendums hätten laut Angaben der Wahlkommission 60,5 Prozent für das Atomkraftwerk gestimmt und 38,02 Prozent dagegen. Trotz der niedrigen Wahlbeteiligung feierten die Sozialisten damit einen Etappensieg. Sie hatten das Referendum durchgesetzt und unterstützen das Projekt. Parteichef Sergej Stanischew meinte, das Ergebnis sei eine "persönliche Niederlage und ein Misstrauensvotum" gegen Regierungschef Boiko Borissow.
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