Venezuela
Chavez-Vize glaubt an Attentatspläne gegen ihn
Es gebe Beweise für Anschlagspläne, sagte Maduro am Mittwoch. Nicht näher benannte "organisierte Gruppen" seien nach Venezuela eingedrungen und hätten es auf ihn und Parlamentspräsident Cabello abgesehen. Man solle sich nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen Gegenmaßnahmen ergriffen würden. Was darunter zu verstehen sei und wie die Bedrohung genau aussehe, gab Maduro nicht bekannt.
Zuvor hatte bereits Innen- und Justizminister Nestor Reverol vor den angeblichen Attentatsplänen gewarnt und gemeint: "Vertreter der Ultrarechten in Venezuela treffen sich in Komplizenschaft mit der Ultrarechten im Ausland, um ein Attentat gegen den Vizepräsidenten und den Präsidenten der Nationalversammlung zu planen." Die Regierung werde keine terroristischen Aktionen zulassen.
Laut Maduro verwenden die Kriminellen den Codenamen "kleiner Oberleutnant" für Parlamentspräsident Cabello, er selbst heiße "Busfahrer". Der Vizepräsident betonte, er sei stolz darauf, einmal als Busfahrer in der Hauptstadt Caracas gearbeitet zu haben.
Opposition: "Märchen"
Oppositionspolitiker äußerten ihre Zweifel an der Darstellung Maduros. Der Gouverneur des Bundesstaates Miranda, Ex-Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles Radonski von der rechtsliberalen Partei "Primero Justicia", schrieb auf Twitter: "Jetzt kommt Maduro mit dem Märchen von einem Attentat gegen sein Leben und das von Al Capone. Es gibt jeden Tag Attentate gegen das Leben der Venezolaner, und die Regierung macht nichts." Laut Radonskis Darstellung werden täglich mehr als 50 Venezolaner ermordet.
Maduro führt derzeit in Abwesenheit von Präsident Chavez die Amtsgeschäfte. Der 58-jährige Staatschef wurde am 11. Dezember in Havanna bereits zum vierten Mal wegen seiner Krebserkrankung operiert. Seitdem wurde er nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. In Caracas demonstrierten am Mittwoch Tausende Chavez-Anhänger, um an den Sturz der Diktatur vor 55 Jahren zu erinnern und Unterstützung für Chavez zu zeigen. Auch zahlreiche Oppositionsanhänger gingen auf die Straße.
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