Vier Jahre nach dem Beginn der Ermittlungen wegen eines Schweißtechnik-Kartells sind diese nun auch abgeschlossen – das teilte am Montag die Bundeswettbewerbsbehörde mit. Für Fronius kam das Auffliegen der Absprachen teuer: Das Unternehmen aus Oberösterreich muss drei Millionen Euro bezahlen. Die Geldbuße ist rechtskräftig.
Am 30. Juni 2023 brachte die Bundeswettbewerbsbehörde einen Antrag auf Verhängung einer Geldbuße gegen Fronius aufgrund eines Schweißtechnik-Kartells beim Kartellgericht ein, vier Monate später wurde dann die Strafhöhe mit drei Millionen Euro fixiert.
Am Montag holte die Causa, wegen der mit Zultner und Haberkorn auch zwei Vertragshändler zur Kasse gebeten wurden, das Familienunternehmen aus Pettenbach (Oberösterreich) erneut ein. Die Bundeswettbewerbsbehörde teilte nämlich mit, dass die 3-Millionen-Euro-Geldbuße nun rechtskräftig verhängt ist und die Kartellermittlungen abgeschlossen sind.
Anonyme Tipps lösten Ermittlungen aus
Fronius hatte mit Vertragshändlern eine regionale Aufteilung mit Gebietsschutz, Preisabsprachen und Wettbewerbsverbot abgeschlossen gehabt. 2020 hatte die Bundeswettbewerbsbehörde dazu anonyme Tipps bekommen, im August des selben Jahres dann die Ermittlungen aufgenommen. Im Juli 2021 stellte Fronius den Kronzeugen-Antrag und arbeitete seither intensiv mit den Behörden an der Aufklärung.
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