Durchstöbert man die Foren, könnte man glauben, der FC Red Bull Salzburg hat den schlechtesten Kader aller Zeiten. Auch in Sachen Transfers sind die Erwartungen der Fans schließlich teilweise exorbitant hoch. „Nachspielzeit“ – eine Kolumne von „Krone“-Sportredakteur Christoph Nister.
Von Jahr zu Jahr wird das Fußballgeschäft schnelllebiger. Spieler werden nach zwei, drei schlechten Partien zu Fehleinkäufen abgestempelt, Trainer in Extremfällen schon nach wenigen Spielen von ihren Aufgaben entbunden.
Die Klubverantwortlichen sind nicht selten Getriebene. Durch ein Geschäft, in dem Milliarden umgesetzt werden und der Druck immer größer wird. Durch Medien, die nach der nächsten großen Geschichte suchen. Aber auch durch Fans, deren Erwartungshaltung hin und wieder exorbitant hoch ist. Salzburg bildet da keine Ausnahme. Wer Foren durchstöbert, könnte glauben, die Bullen haben den schlechtesten Kader aller Zeiten und spielen in der Liga gegen den Abstieg.
Nach einer enttäuschenden letzten Saison gieren die Anhänger nach Titeln – und würden am liebsten zahlreiche Neuzugänge sehen. Das Zauberwort heißt allerdings Geduld!
Qualität statt Quantität
„Es geht darum, Premiumtransfers zu tätigen, die unsere erste Elf verbessern“, erklärte Trainer Pep Lijnders im Interview mit der „Krone“. „Wenn also wer kommt, muss er richtig gut sein.“ Man setzt auf Qualität statt Quantität.
„Es gibt ein, zwei Gedanken, die wir in uns tragen“, meinte Sportboss Bernhard Seonbuchner bei „Sky“ vielsagend. Das Transferfenster ist bis 5. September offen. Bis dahin wird auch in Salzburg noch der eine oder andere Transfer über die Bühne gehen.
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