Teile der Zusatzzahlung wurden bei Generalversammlung am Mittwoch gestrichen. Geschäftsführer Peter Rassaerts bekommt nur 80 Prozent. Außerdem ist der Geschäftsführer nicht entlastet worden.
Für den scheidenden Gswb-Geschäftsführer Peter Rassaerts war die Generalversammlung eine harte. Denn die Stadt verweigerte als Miteigentümerin der größten gemeinnützigen Wohnbauvereinigung in Salzburg die Entlastung von Rassaerts. Diese Entlastung ist für einen Geschäftsführer wichtig, weil sie ihn von Schadenersatzansprüchen befreit, die durch Verstöße des Geschäftsführer erwachsen könnten. Der Aufsichtsrat hingegen wurde am Mittwoch entlastet.
Peter Rassaerts muss derweil noch auf den Bericht des Organisationsentwicklungsunternehmens KPMG zur Evaluierung und Neuaufstellung des Kundenservice warten. Dieser soll Ende September fertig gestellt sein. Erst dann könnte die Entlastung folgen. Ab Oktober soll Ferdinand Hochleitner die Führung übernehmen.
Servicestelle soll bei Mietrückstand helfen
Ein zweite unerfreuliche Nachricht musste der Geschäftsführer am Mittwoch auch noch verdauen. Er bekommt wegen dem Ticketskandal und der vielen Beschwerden nur den Mindest-Bonus ausbezahlt. Das sind 80 Prozent des Gesamtbetrags.
Wie berichtet, werden die Gswb-Eigentümer Land und Stadt heuer erstmals auf die Ausschüttung der Gewinne verzichten. Die 111.664 Euro sollen in die Bewohnerzufriedenheit fließen. „Sinnvoll ist zum Beispiel eine Stelle, die bei Mietrückständen und drohendem Wohnungsverlust aktiv und aufsuchend hilft“, sagt Stadtvize Kay-Michael Dankl (KPÖ) als Eigentümervertreter der Stadt und fügt hinzu: „Das hat sich bei den stadteigenen KgL-Wohnungen bewährt – und spart dem Unternehmen sogar Geld, weil weniger Mietrückstände abgeschrieben werden müssen.“
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