Wer wird ihr Vize?
Harris überholt Trump in wichtigen Bundesstaaten
Die Spitzenkandidatin der US-Demokraten, Kamala Harris, wird Insidern zufolge nächste Woche ihren Vizepräsidentschaftskandidaten bekannt geben. Die Wahl ihres ersten Vertreters ist strategisch enorm wichtig. Der Schwung der vergangenen Tage zeigt sich mittlerweile auch in Umfragen.
Harris plant Insidern zufolge für Dienstag eine Kundgebung mit ihrem noch nicht benannten Vizepräsidentschaftskandidaten in Philadelphia. Am Montag soll ihr „Running Mate“ bekannt gegeben werden, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Die Wahl des Veranstaltungsortes nährt Spekulationen, dass der Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, der Vize von Harris werden könnte.
„Es gibt kein bestätigtes Datum, wann Vizepräsidentin Harris ihren Mitstreiter bekannt geben wird“, erklärte ein Sprecher der Harris-Kampagne auf Anfrage. Die Demokratische Partei hat eine Frist bis zum 7. August gesetzt, doch Insider rechnen mit einer früheren Entscheidung.
Vize kann entscheidend sein
Im Gespräch sind unter anderem die Gouverneure Andy Beshear aus Kentucky, der genannte Josh Shapiro aus Pennsylvania sowie Verkehrsminister Pete Buttigieg. Die Wahl des Vizepräsidentschaftskandidaten ist strategisch wichtig, um zusätzliche Wählergruppen anzusprechen, sich regionale Unterstützung zu sichern und politische Fachkompetenz zu demonstrieren.
Die Vizepräsidentin liegt laut einer neuen Reuters/Ipsos-Erhebung mit 43 Prozent Zustimmung knapp vor dem republikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump, der von 42 Prozent der Befragten unterstützt wird. Die Schwankungsbreite betrug 3,5 Prozentpunkte.
Die Umfrage ergab zudem, dass die Befragten Trumps Ansatz in den Bereichen Wirtschaft, Einwanderung und Kriminalität bevorzugten. Harris punktete dagegen mit einem besseren Plan für das Gesundheitswesen.
Harris holt auf
Laut einer weiteren Umfrage holt Harris in wichtigen Bundesstaaten gegenüber Trump auf. Wie eine Umfrage von Bloomberg News/Morning Consult ergab, liegt Harris in Michigan elf Prozentpunkte vor Trump. In Arizona, Wisconsin und Nevada hat sie einen Vorsprung von jeweils zwei Punkten.
Wisconsin ist der einzige der sieben Staaten, in dem Trump seinen Rückstand auf Harris gegenüber Biden in einer früheren Umfrage verringern konnte. In Pennsylvania führt Trump dagegen mit vier Punkten, in North Carolina mit zwei. In Georgia liegen beide gleichauf. Die Online-Umfrage wurde vom 24. bis 28. Juli unter registrierten Wählern durchgeführt.
Nominierung per Online-Abstimmung
Unterdessen steht Harris als einzige Kandidatin für die Nominierung der Demokraten zur Präsidentschaftswahl fest. Die Partei bereite nun die formelle Nominierung vor, teilte das Demokratische Nationalkomitee (DNC) mit. Vom 1. bis 5. August werden die Delegierten des Parteitags in einer virtuellen Abstimmung über die Kandidatur entscheiden. Laut DNC habe Harris als Einzige die Voraussetzungen für die Nominierung erfüllt.
Bei einem Wahlkampfauftritt in Atlanta, Georgia, zeigte sich Harris zuversichtlich. Vor rund 10.000 Anhängern sagte sie: „Die Dynamik in diesem Rennen verschiebt sich, und Donald Trump spürt das.“ Harris versprach einen Sieg der Demokraten im umkämpften US-Bundesstaat.








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