Brisante Beschwerde

“Offizier ließ sich mit Dienstwagen in Bordell fahren”

Österreich
11.01.2013 15:49
Mitten in der Debatte um die Wehrpflicht und Rekruten als Chauffeure erhitzt ein pikanter Fall die Gemüter: Laut einer Beschwerde bei der parlamentarischen Heereskommission ließ sich ein hochrangiger Militär aus Niederösterreich per Dienstwagen in ein Bordell kutschieren. "Sein Fahrer musste bis zum Morgen davor warten", sagen empörte Zeugen.

Der Offizier habe nach einer Dienstbesprechung in Mautern in einem Freudenhaus "relaxen" wollen. So ließ sich der rastlose Staatsdiener nach Angaben der Beschwerdeführer weit nach Mitternacht von einem Chauffeur, angeblich einem Rekruten, abholen und in einen Rotlichtklub an der Donaulände nach Krems-Stein bringen.

"In Uniform herausgetorkelt"
Auf die Rückkehr seines Vorgesetzten habe der Grundwehrdiener dann lange warten müssen. Erst gegen 5 Uhr früh sei der Militär - wie die Zeugen weiter berichten - in Uniform aus dem Rotlicht-Etablissement getorkelt und in den Geländewagen mit Heereskennzeichen gestiegen, um sich in die Unterkunft kutschieren zu lassen.

Die Vorwürfe dürften nicht ohne Nachspiel bleiben. Neben der Beschwerde bei der parlamentarischen Herreskommission droht auch eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs.

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