Neu auf dem Markt
Barbiepuppe gibt es nun auch blind mit Stock
Die Barbie-Puppe des Spielzeugherstellers Mattel gibt es nun auch mit einer Sehbehinderung. Sie hat einen Stock und trägt eine Sonnenbrille, wie das US-Unternehmen mitteilte. Die Verpackung sei mit einer Blindenschrift versehen.
„Durch diese neuen Puppen können noch mehr Kinder eine Barbie finden, die sie selbst repräsentiert, und mit ihr ihre eigenen Geschichten erzählen“, heißt es in der Mitteilung. Vertreterinnen und Vertreter von Blindenverbänden haben mitgearbeitet, die Puppe zu entwickeln. Ziel war es, diese authentisch zu gestalten. So bekam die neue Barbie nicht nur einen klassischen weißen Stock und eine modische Sonnenbrille, sondern auch bewegliche Ellenbogengelenke, damit sie ihre Gehhilfe auch nutzen kann.
„Für mich ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg, dass wir endlich eine Welt schaffen, die dazu gemacht ist, dass blinde, junge Menschen sich entfalten können“, sagte die britische Journalistin und Aktivistin Lucy Edwards, die selbst blind ist.
Für mich ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg, dass wir endlich eine Welt schaffen, die dazu gemacht ist, dass blinde, junge Menschen sich entfalten können.
Journalistin und Aktivistin Lucy Edwards
Puppe mit Down-Syndrom
Am Dienstag wurde auch eine schwarze Barbie mit Down-Syndrom präsentiert. Diese ist unter anderem klein gebaut, hat einen längeren Rumpf und ein rundes Gesicht. „Dass diese Puppe gemeinsam mit der neuen blinden Barbie-Puppe auf den Markt kommt, ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erweiterung der Repräsentation für die Community der Menschen mit Behinderungen“, sagte Kandi Pickard, Präsidentin der National Down Syndrome Society (NDSS).
Die erste Barbie wurde 1959 vorgestellt. Seitdem gibt es immer wieder Diskussionen, ob die Puppe ein unrealistisches und einseitiges Körperbild zeigt. Gleichzeitig gibt es sie aber bereits mit unterschiedlichen Merkmalen, etwa im Rollstuhl oder seit 2023 mit Down-Syndrom. Zudem hat sie schon viele Berufe verkörpert. Der Spielzeughersteller beteuert immer wieder, ein breites Abbild der Gesellschaft zeigen zu wollen.








Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.