Opposition schäumt

Nach Volksbefragung: „Der Fernpasstunnel ist tot!“

Tirol
23.07.2024 14:39

Das Ergebnis der Volksbefragung in Nassereith pickt! Bei einer Beteiligung von 50 Prozent haben sich 95 Prozent gegen die vorliegenden Fernpass-Pläne ausgesprochen. Die Tiroler Landesregierung lässt sich davon aber weiter nicht beirren. Genau das bringt die Opposition auf die Palme.

Man werde, wie in einer Landes-Aussendung mitgeteilt wurde, weiter an der Strategie festhalten. „Das Ergebnis ist vor allem ein Ausdruck der Ablehnung der anhaltenden Verkehrsbelastung und Staus. Ziel ist es, eine Verbesserung für die Menschen entlang der Strecke zu erreichen!“

Zitat Icon

Der Fernpasstunnel ist tot. Das müssen Dornauer und Mattle einsehen.

Gebi Mair (Grüne)

Die Opposition schäumt
Kopfschütteln löst diese Interpretation bei der Opposition aus. „Der Fernpasstunnel ist tot. Das müssen Dornauer und Mattle einsehen“, sagt Grüne-Chef Gebi Mair. Es sei ein regelrechter Schrei in Richtung Landesregierung: „Stoppt endlich diese Geisterfahrt und erkennt, dass der Tunnel keine Lösung ist“, so Mair.

Schluss mit „Drüberfahr-Politik“
Ähnlich die Liste Fritz und Neos. „Das ist eine bittere Ohrfeige für die Landesregierung und ihre Pläne, die nun überdacht werden müssen“, sagt Dominik Oberhofer (Neos).

Und Markus Sint (Liste Fritz) betont: „Die Politik vor Ort und die schwarz-rote Mattle-Regierung in Innsbruck müssen das Nein der Nassereither Bevölkerung akzeptieren und respektieren. Die Bürger haben die Drüberfahr-Politik satt, sie lassen sich nicht mehr bevormunden! Weder ein Gemeinderat noch eine Landesregierung kann über die Köpfe der Bürger hinweg derart weitreichende Zukunftsentscheidungen fällen!“

Zitat Icon

Es gibt eine Tunnel-Lösung von Biberwier bis Mötz, damit wäre die gesamte Strecke, das Gurgltal sowie das Mieminger Plateau entlastet.

Evelyn Achhorner (FPÖ)

„Hilfeschrei der Bevölkerung“
Von einem Hilfeschrei der Bevölkerung spricht auch LA Evelyn Achhorner (FPÖ) – die Bevölkerung wolle den bemauteten Fernpass-Scheiteltunnel einfach nicht. Und sie fordert nun alternative Lösungen: „Seit Jahren wird nun schon eine Verkehrsentlastung versprochen, übrig geblieben ist eine streckenweise Verbesserung der Verkehrssicherheit. Das ist zu wenig.“

Achhorner weiter: „Man behauptet zudem, es gäbe keine Alternativen. Das stimmt nicht. Es gibt eine Tunnel-Lösung von Biberwier bis Mötz, damit wäre die gesamte Strecke, das Gurgltal sowie das Mieminger Plateau entlastet. Dieser kann bemautet werden, denn der lokale Verkehr kann dann wieder am bestehenden Verkehrsnetz fahren. Jeder Lkw und jeder durchreisende Pkw muss durch diesen Tunnel!“

Man könne die Asfinag bei der Finanzierung ins Boot holen – weil sie sich dann ja den Tschirganttunnel erspare.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Tirol
23.07.2024 14:39
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Tirol
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt