„Krone“-Kommentar

Unergründliche russische Seele

Kolumnen
17.07.2024 20:00

Russlands Außenminister Lawrow ist höchstpersönlich in der UNO in New York aufgetaucht, um vor dem Weltforum die Verantwortung des Kreml für den Krieg wegzuschwurbeln. Die Fakten werden einfach umgedreht: Man sieht sich als Opfer von „Russophobie“ (Angststörung).

Russlands Verhältnis zur Wahrheit ist pathologisch. Ein altes Sprichwort sagt: Jede Anschuldigung ist ein russisches Eingeständnis, jede Drohung ist russische Angst. Invasionsabsichten in der Ukraine hatte der Kreml bis zur letzten Minute abgestritten.

Weshalb jegliches Vertrauen verspielt ist, zeigt die Chronik der laufenden Ereignisse:

1992 Invasion in Moldawien (Transnistrien),

1999: Grozny dem Erdboden gleichgemacht,

2006: Polonium gegen Litwinenko und Attentate in Serie,

2008: Invasion in Georgien,

2014: Invasion in der Krim und Ostukaine,

2014: Abschuss des niederländischen Urlauberjets,

2015: Aleppo weitgehend zerstört,

2018: Nowitschok-Gift gegen Nawalnij,

2022: Ukraine-Invasion.

Als es noch den Panzerkommunismus der alten Sowjetunion gab, hatte man im Westen deren Werbespruch „Besuchen Sie die Sowjetunion“ als Drohung aufgefasst und ergänzt: „... bevor die Sowjetunion Sie besucht“. Nichts hat sich geändert. Heute gilt wieder: „Glaube nichts, was der Kreml nicht dementiert hat.“

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