Venedig statt Wien
Neujahrskonzert nicht live: Italiener auf den Barrikaden
"Kein Neujahr ohne das Wiener Konzert", "Gebt uns die Live-Übertragung zurück!", protestierten italienische Zuschauer auf Twitter. Zwar wird das Wiener Neujahrskonzert schon seit 2004 nicht mehr live übertragen, doch die Italiener scheinen nicht resigniert zu haben - und heuer waren die Proteste besonders massiv.
Abgeordnete: "Konkurrenzkampf ist absurd"
Sogar die Parlamentarierin Paola Concia protestierte gegen die RAI. "Dieser Konkurrenzkampf zwischen Wien und Venedig ist absurd", schrieb die Abgeordnete in einem Brief an den Staatsfunk. Der Protest gegen die RAI vereint Nord- mit Süditalien. "Ich bin Venezianerin und liebe das Fenice-Theater. Doch das Neujahrskonzert muss live aus Wien gesendet werden", schrieb eine Frau auf Twitter. "Das Duell zwischen Neujahreskonzerten ist provinziell", kommentierte die Tageszeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch.
Der Protest stößt bei der RAI nicht auf taube Ohren. "Man muss den Wunsch der Zuschauer berücksichtigen, das Neujahrskonzert live zu übertragen", kommentierte der neue RAI1-Direktor Giancarlo Leone.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.