Diese Frau ist bemerkenswert! Eine 13-fache Großmutter aus Linz startete kurz vor ihrer Pensionierung noch einmal voll durch. Nun betreut sie Menschen im Seniorenwohnheim. Bevor sich die 60-Jährige aber ihren sehnlichen Wunsch erfüllen konnte, musste sie noch einige bürokratische Hürden überwinden.
Andere denken drei Jahre vor ihrer Pensionierung nur noch daran, was sie mit der vielen Zeit machen werden. Die Linzerin Patricia Landskron überlegte sich etwas ganz anderes: Sie kündigte ein sicheres Arbeitsverhältnis, startete eine ganz neue Ausbildung und wollte sich ihren Lebenstraum erfüllen und in der Pflege arbeiten.
Der sechsfachen Patchwork-Mutter und 13-fachen Großmutter wurde es allerdings nicht leicht gemacht. Beim AMS erfuhr sie, dass sie keine Pflegeausbildung finanziert bekommen würde, weil sie mindestens so lange im Beruf tätig sein müsse, wie die Ausbildung dauere.
Fachkräftestipendium
Doch Landskron gab nicht so einfach auf und fand eine Lösung. Sie wählte das Fachkräftestipendium (1500 Euro), das keine Altersbegrenzung hat. Sie machte vorab den Grundkurs für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung bei der Caritas und absolvierte anschließend die Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe.
Nun, mit 60 Jahren, ist sie in ihrem Traumberuf angekommen, arbeitet im Caritas-Seniorenwohnhaus Karl Borromäus in Linz. „Ich bin gut angekommen und mittlerweile verdiene ich wieder so viel wie früher“, erklärt Patricia Landskron, die heuer im Februar ihre Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. „Ich habe in der Ausbildung so viel gelernt, das möchte ich nun auch anwenden“, sagt sie. Am 1. September wird sie in Pension gehen, aber trotzdem weiter arbeiten...
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