Wie wichtig die polizeiliche Zusammenarbeit zwischen Oberösterreich und Bayern ist, zeigen die Aufgriffszahlen der bayrischen Grenzpolizei – so wurden etwa in den an Oberösterreich angrenzenden bayrischen Landkreisen in nur einem halben Jahr 2090 Tatverdächtige verhaftet.
„Im Schengenraum muss die polizeiliche Überwachung grenznaher Räume sichergestellt bleiben und damit auch eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizeibehörden. Das Zusammenwirken zwischen der Landespolizeidirektion Oberösterreich und den bayerischen Kollegen hat dabei Vorbildcharakter“, fordert OÖVP-Geschäftsführer Florian Hiegelsberger. Zu den Aufgaben der Polizei zählen zum Beispiel gemeinsame Bahnstreifen oder Schleierfahndungen auf beiden Seiten der Grenze.
„Entschlossene Bekämpfung“
Die 2090 Aufgriffe von Oktober 2023 bis April 2024 bedeuten umgerechnet, dass täglich mehr als elf Tatverdächtige in unmittelbarer Nähe zu Oberösterreich von den bayrischen Beamten verhaftet wurden. „Wir stehen zu den europäischen Freiheiten und zum Schengen-Konzept, stehen aber gleichzeitig für eine entschlossene Bekämpfung von Straftaten und Straftätern“, kommentiert Hiegelsberger die Zahlen.
Der grenzfreie Raum darf für Verbrecher nicht zum grenzenlosen Raum werden. Wir stehen für entschlossene Bekämpfung von Straftaten.

Florian Hiegelsberger, OÖVP-Landesgeschäftsführer
Bild: Dostal Harald
1992 Waffen wurden ebenfalls sichergestellt
Auch der Jahresbericht 2023 der Schleierfahnder in Niederbayern bringt einige spannende Zahlen auf den Tisch. So wurden im Zuge der Kontrollen innerhalb eines Jahres 1548 zur Fahndung ausgeschriebene Personen aufgegriffen, 268 wurden an Ort und Stelle festgenommen. Auch wurden 1992 Waffen und 59 als gestohlene Fahrzeuge sichergestellt. Dazu kamen 80 Kilo Cannabis, 57 Kilo Ecstasy, knapp 10 Kilo Kokain und 284 Gramm Heroin.
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