Nur weil sich die Nachbarn Sorgen machten, wurde Senior von Rettungskräften völlig kraftlos am Boden liegend gefunden. Die Einsatzkräfte mussten die Wohnungstüre gewaltsam öffnen, um den 83-Jährigen retten zu können. Die Rufhilfe vom Roten Kreuz kann in solchen Fällen Leben retten.
Auf solche Mitmenschen ist Verlass: Weil ein 83-jähriger Pensionist nicht auf ihre Rufe reagiert hatte, machten sich Nachbarn große Sorgen – sie vermuteten einen Unfall oder akute gesundheitliche Probleme. Und sie sollten Recht behalten. Noch bevor Rettung und Feuerwehr eintrafen, hatten Polizisten bei einem Blick durchs Fenster den am Boden liegenden Mann entdeckt.
Konnte nicht mehr aufstehen
Doch auch auf deren lautes Zurufen reagierte der Senior nicht mehr. „Wir wurden zu einer Türöffnung mit Menschenrettung gerufen, haben im Beisein der Polizei die Türe geöffnet“, schildert Christian Spießberger, Kommandant der FF Reindlmühl den Einsatz.
Der im Wohnzimmer liegende Mann gab an, dass er nicht mehr aufstehen könne und völlig kraftlos sei. Mit einem Tragetuch wurde der Pensionist der Rettung übergeben und ins Spital nach Vöcklabruck gebracht.
26.300 Alarmierungen
„Wenn man auf Bezirks- oder Landesebene schaut, kommt so etwas durchaus öfter vor, das ist kein Einzelfall“, so Spießberger. Diese Einschätzung belegen auch Zahlen vom Roten Kreuz, wo es bereits seit 1984 die sogenannte Rufhilfe gibt. Aktuell nehmen sie 16.500 Personen in Anspruch. Im vergangenen Jahr gab es in Oberösterreich 26.300 Alarmierungen, bei denen eine Vertrauensperson bzw. die Rettung benachrichtigt wurde.
Rettungsleitzentrale direkt alarmiert
Doch wie funktioniert das System? „Es wird ein Basisgerät in der Wohnung aufgestellt, und es gibt einen mobilen Sender, den man entweder am Handgelenk oder als Kette tragen kann. Löst man damit einen Alarm aus, geht dieser direkt an die Rettungsleitzentrale. Kann kein Sprechkontakt hergestellt werden, fährt sofort eine Rettung hin“ erklärt Klaus Kieslinger, der Leiter der Rufhilfe.
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