Di, 14. August 2018

Ab nun Wahlkampf

21.12.2012 20:08

I: Premier Monti hat seinen Rücktritt eingereicht

Italiens Premier Mario Monti ist zurückgetreten. Der 69-jährige Wirtschaftsprofessor, der seit November 2011 ein Fachleutekabinett führte, überreichte, wie bereits zuvor angekündigt, dem Präsidenten Giorgio Napolitano am Freitag seine Rücktrittserklärung. Zuvor hatte Monti in der Abgeordnetenkammer noch das Haushaltsgesetz 2013 durchgebracht.

Am Samstag wird Napolitano politische Beratungen mit den Präsidenten der Abgeordnetenkammer sowie des Senats, Gianfranco Fini und Renato Schifani, starten. Danach wird er das Dekret zur Auflösung der beiden Parlamentskammern unterzeichnen. Der 24. Februar 2013 gilt als wahrscheinlichster Wahltermin.

Medien sehen Monti als Spitzenkandidat
Ein Antritt Montis bei den Parlamentswahlen gelte als wahrscheinlich, hieß es in den vergangenen Tagen in mehreren italienischen Medien. Der 69-Jährige werde demnach an der Spitze einer Zentrumskoalition stehen, der unter anderem Ferrari-Chef Luca di Montezemolo und der Vorsitzende der christdemokratischen UDC, Pier Ferdinando Casini, angehörten. Mit der Unterstützung des Ex-Premiers Silvio Berlusconi sollte Monti nun allerdings nicht mehr rechnen, denn Berlusconi übte bereits heftige Kritik an Montis Plänen.

Berlusconi sieht sich gezwungen, ebenfalls zu kandidieren
"Ich hatte Monti vorgeschlagen, Italiens Zentrum zu vereinen. Er hat offenkundig eine andere Position, er hat mich nicht einmal angerufen. Aus Verantwortungsbewusstsein meinem Land gegenüber bin ich jetzt wieder einmal gezwungen, am Wahlkampf teilzunehmen", so Berlusconi. Nur auf diese Weise könne er einen Wahlsieg des Mitte-links-Blocks bei den nächsten Parlamentswahlen verhindern, sagte der Ex-Premier in einem Radio-Interview am Freitag.

Monti, der frühere EU-Kommissar, gilt bei italienischen Euro-Partnern wie an den Märkten als Garant für den Sparkurs des hoch verschuldeten Landes. In der Bevölkerung selbst erfreute sich der Chef einer Technokratenregierung in den letzten Monaten aber keiner allzu großen Beliebtheit. Als dann Berlusconis rechtspopulistische Partei "Volk der Freiheit" (PdL) die Zustimmung für Montis Regierung entzog, war ihr baldiges Ende besiegelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.