Bisherige Summe
Entschädigung für Folter: GB zahlte Irakern 17 Mio. Euro
Die Beschwerden wurden laut dem Ministerium überwiegend von irakischen Männern eingereicht, die nach eigenen Angaben während des Militäreinsatzes von 2003 bis 2009 Opfer von Drohungen, Schlägen und Schlafentzug geworden waren. Allein im laufenden Jahr seien 8,3 Millionen Pfund (10,2 Mio. Euro) an 162 Beschwerdesteller ausgezahlt worden. Durchschnittlich lagen demnach die Kosten pro Wiedergutmachung bei 70.000 Pfund (86.000 Euro) plus Verfahrensaufwand.
Verteidigungsministerium zieht positive Bilanz
Ein Sprecher des Ministeriums verteidigte die Bilanz der britischen Truppen im Irak: Von den 120.000 Soldaten, die in dem Land gedient haben, habe die "große Mehrheit nach den höchsten Standards von Integrität und Professionalität" gehandelt. Seit 2010 beschäftigt das Verteidigungsministerium allerdings eine eigene Untersuchungseinheit, die bei Klagen irakischer Bürger ermittelt und gegebenenfalls Soldaten bei der britischen Militärjustiz anzeigt.
Aufklärungseinheit wiederholt im Visier der Ermittler
Die Abteilung musste sich dabei wiederholt mit einer britischen Aufklärungseinheit befassen, dem Joint Forward Integration Team. Dieses hatte Befragungen, in denen Gefangene bedroht und missbraucht wurden, sogar gefilmt. Bei einem Verfahren gegen einen Offizier vor einem britischen Militärgericht urteilte der Richter, der Angeklagte habe zwar Straftaten begangen, sich dabei aber nach den Vorgaben seiner Ausbildung verhalten.
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