Premiere in Seoul
Diktatoren-Tochter ist erste Präsidentin Südkoreas
Er akzeptiere die Entscheidung der Wähler "demütig", erklärte Moon vor Journalisten in Seoul. "Jeder hat sein Bestes gegeben, aber mir mangelte es an der Fähigkeit", fügte er hinzu.
Vertrauen zu Nordkorea soll aufgebaut werden
Die Wahlsiegerin erklärte, sie zähle die Ankurbelung der Wirtschaft, eine Stärkung der Sozialpolitik sowie die Lösung des Konflikts um Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramme zu ihren Prioritäten. Zum kommunistischen Nachbarland, das zuletzt mit einem Raketenstart für neue Spannungen in der Region sorgte (siehe Infobox), will Park Vertrauen aufbauen.
Allerdings verlangt sie - ähnlich wie der bisherige Präsident Lee Myung Bak - eine Entschuldigung Pjöngjangs für frühere militärische Provokationen. Unter anderem will Park, dass sich das nordkoreanische Regime für den Beschuss der zu Südkorea gehörenden grenznahen Insel Yonpyong im November 2010 entschuldigt.
Siegerin aufgrund eines "Diktatoren-Bonus"?
Kritiker werfen der Tochter des früheren Diktators Park, der Südkorea von 1961 bis 1979 mit eiserner Hand regiert hatte, vor, autoritär und arrogant zu sein und ihre politische Legitimität allein von ihrem Vater zu beziehen. Dieser wird zwar in Südkorea wegen seines diktatorischen Führungsstils sehr kritisch gesehen, zugleich aber als Architekt des Aufstiegs Südkoreas zur asiatischen Wirtschaftsmacht verehrt.
Hohe Wahlbeteiligung trotz eisiger Temperaturen
Rund 40,5 Millionen Wahlberechtigte waren am Mittwoch aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Lee zu bestimmen, der nach einer Reihe von Skandalen und nicht erfüllten Wahlversprechen bei der Bevölkerung in Ungnade gefallen war. Nun muss er das "Blaue Haus" in der Hauptstadt Seoul Ende Februar nach fünfjähriger Amtszeit verlassen.
Die Wahlbeteiligung war trotz eisiger Temperaturen mit 75,8 Prozent hoch, wie die staatliche Wahlkommission mitteilte. Vor fünf Jahren war der Anteil bei 63 Prozent gelegen.
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