Man stelle sich vor, der FC Bayern hätte das im Rahmen seiner langen Trainersuche getan! Wie die Münchener stand auch ein anderer Verein heuer in einem Champions-League-Halbfinale, ehe man sich danach auf ziemlich unkonventionelle Art, auf die Suche nach einem neuen Coach gemacht hat. Mit Erfolg!
Xabi Alonso, Julian Nagelsmann, Ralf Rangnick, Oliver Glasner, Thomas Tuchel – sie alle hatten dem FC Bayern heuer als Trainer abgesagt.
Obwohl dem Klub international erst im Champions-League-Halbfinale die berühmte Lederhose ausgezogen worden war. Trotzdem wäre Bayern nie auf die Idee gekommen, das zu tun, was ein anderer Champions-League-Halbfinalist getan hat, um einen neuen Chef-Übungsleiter zu finden. Nämlich den per Instagram und Facebook bzw. über andere soziale Netzwerke zu suchen . . .
Das aber mit Erfolg!
Zwei Nadeln im Heuhaufen
Das bestätigt mit Robert Renner der Manager von Österreichs Tischtennis-Abo-Meister Linz AG Froschberg. Bei dem man wenig zuversichtlich gewesen war, noch einmal so einen Trainer zu finden, wie man ihn siebeneinhalb Jahre mit Zsolt Harczi hatte. Einem Ungarn, der nicht nur das international höchsterfolgreiche Profiteam einst um Liu Jia und zuletzt um Sofia Polcanova trainiert hatte. „Sondern der auch Talente entwickelt, damit nachhaltig arbeitet“, wie Renner im April sagte. Der Klub-Manager damals: „Aber solche Trainer gibt’s heute kaum noch – wir werden mehrere benötigen, um alle Bereiche abzudecken.“
Fündig in Tschechien bzw. Kroatien
Was sich nun als Irrtum herauskristallisiert: Auf der von weltweit 930 Millionen Usern genützten Geschäftsplattform LinkedIn meldeten sich sogar zwei Coaches, die exakt ins Anforderungsprofil passen. „Ein Tscheche und ein Kroate“, sagt Renner über die im Heuhaufen gefundenen Nadeln. Und weiter: „Einer von beiden wird es werden!“
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