Justiz prüft wegen fehlender Umweltverträglichkeitsprüfung. Bürgerinitiative ortet handfesten Skandal bei der Widmung.
Seit Jahren versucht die Bürgerinitiative „Rett’ ma die Schütt“ das geplante Logistikzentrum Alplog-Nord in Federaun bei Villach zu verhindern. Nun ziehen die Naturschützer sogar vor das Bundesverwaltungsgericht. Denn das Land erteilte keine Zustimmung für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). „Wir wollen rechtlich durchsetzen, dass das Logistikprojekt Alplog-Nord in seiner Gesamtheit mit seinen schädigenden Auswirkungen auf die Umwelt genau beurteilt wird“, sagt Anton Dicketmüller, Sprecher der Bürgerinitiative.
Unter anderem soll es Unstimmigkeiten bei der Widmung des Logistikzentrums geben. Denn eine Umweltverträglichkeitsprüfung würde nur deswegen nicht zustande kommen, weil die Widmung den Schwellenwert für ein UVP-Verfahren um gerade einmal 49 Quadratmeter unterschreitet. „Es kann nicht sein, dass sich alle Beteiligten am ehemals ,grünsten Logistikzentrum‘ Alplog-Nord augenscheinlich mit unlauteren Tricks einer strengeren Umweltprüfung entziehen wollen“, so Dicketmüller.
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