Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen fiel bei den Männern (plus 8,7 Prozent) stärker aus als bei den Frauen (plus 4,5 Prozent). Bei Personen über 50 gab es einen Zuwachs von 10,1 Prozent, bei Jugendlichen (15 bis 24 Jahre) von 4,4 Prozent. 207.790 Inländer waren im November arbeitslos gemeldet (plus 5,2 Prozent), demgegenüber standen 62.646 jobsuchende Ausländer (plus 12,2 Prozent).
Bei den Langzeitarbeitslosen gab es gleich einen Anstieg von 30,3 Prozent auf 5.817 Personen. Die boomende Zeitarbeitsbranche hat einen Dämpfer erhalten, hier stieg die Zahl der Suchenden auf 28.876 Personen (plus 12,4 Prozent).
Lichtblick bei den Lehrlingen
Der einzige Lichtblick ist der Arbeitsmarkt für Lehrlinge. Zwar gab es auch hier einen Anstieg der Lehrstellensuchenden um zwei Prozent, aber gleichzeitig legte die Zahl der offenen Lehrstellen um 4,5 Prozent zu.
Sozialminister Rudolf Hundstorfer verwies am Montag auf die vergleichsweise noch immer niedrige Arbeitslosenrate in Österreich. "Die Beschäftigung wächst mit plus 35.000 Personen auf 3,467 Millionen Beschäftigte kräftig, und der Lehrstellenmarkt entspannt sich weiter", so der Minister.
Er verwies auf die neue Kurzarbeitsregelgung, die diese Woche ins Parlament gebracht wird. "Sie garantiert den Beschäftigten weiterhin maximalen Schutz, macht Kurzarbeit für Unternehmen billiger und hilft beim Erhalt von Arbeitsplätzen und der Vermeidung von Arbeitslosigkeit", unterstrich der Sozialminister. Derzeit sind 2.821 Beschäftigte in 31 Betrieben in Kurzarbeit. Die neue Regelung sieht vor, dass der Staat ab Jahresbeginn den Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung nicht erst ab dem siebten Monat in Kurzarbeit, sondern bereits ab dem fünften Monat übernimmt.
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