Hilfe für Regierung
UNO-Hubschrauber beschießen Rebellen im Kongo
Dieser forderte ein Ende aller Hilfen für die Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Der Vormarsch der Miliz M23 - benannt nach dem 23. März 2009, als eigentlich ein Friedensabkommen ausgehandelt wurde - müsse sofort gestoppt und jegliche Unterstützung aus dem Ausland eingestellt werden. In der Provinz Nord-Kivu hatte die Miliz nach Angaben der UNO-Mission MONUSCO Samstag früh eine neue Offensive gestartet.
Nach den Worten des Leiters der UNO-Blauhelmeinsätze, Herve Ladsous, sind die Rebellen inzwischen weniger als 20 Kilometer von der Provinzhauptstadt Goma entfernt. Sie seien außergewöhnlich gut ausgerüstet mit schweren Waffen und Proviant, sagte Ladsous. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon habe den ruandesischen Präsidenten Paul Kagame aufgerufen, seinen Einfluss bei den Rebellen geltend zu machen und sie zum Einlenken zu bewegen. UNO-Experten werfen Ruanda Unterstützung der M23 im Nachbarland vor, Kagame weist dies zurück.
In der Miliz M23 schlossen sich ehemalige Kämpfer kongolesischer Tutsi-Rebellen unter der Führung des desertierten kongolesischen Generals Bosco Ntaganda - der 39-Jährige nennt sich selbst "der Terminator" - zusammen, die infolge eines Friedensabkommens in die kongolesische Regierungsarmee eingegliedert worden waren, diese inzwischen aber wieder verlassen hatten. Die M23-Mitglieder verlangen die volle Umsetzung des Abkommens und kritisieren vor allem die schlechten Lebensbedingungen der Soldaten. Berichte, wonach die jüngste Offensive der Miliz von Ruanda aus gesteuert wird, konnte Blauhelm-Chef Ladsous nicht bestätigen.
Die UNO befürchtet, die Kämpfe könnten Zehntausende Flüchtlinge nach Goma treiben. Sollte die Provinzhauptstadt fallen, wäre dies eine "humanitäre Tragödie", sagte Frankreichs UNO-Botschafter Gerard Araud. "Deshalb müssen wir die M23 stoppen." Die UNO und die kongolesische Regierung aktivierten einen Sicherheitsplan zum Schutz der Zivilisten.
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