Mit einer landesweiten Aktion machten die „Omas gegen Rechts“ auf gefährliche rechte Tendenzen aufmerksam
Die Mitglieder der Initiative „Omas gegen Rechts“ haben am Dienstag an Schutzwegen in Bregenz, Dornbirn und Feldkirch für Menschenrechte und Demokratie demonstriert. 45 Minuten lang gingen sie während den Grünphasen bei Zebrastreifen mit ihren Transparenten hin und her, um die Autofahrer auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Es war das erste Auftreten der „Omas gegen Rechts“ bei einer eigenen Aktion in Vorarlberg.
„Die bedenklichen Entwicklungen der vergangenen Monate hat es notwendig gemacht, sich noch stärker zu engagieren“, betonte Mitinitiatorin Cornelia Caldonazzi bei der Aktion in Feldkirch. Der Ton in der Politik sei rauer geworden, ausgrenzend und hetzerisch. „Unsere Sorgen gehen dahin, dass von gewissen politischen Parteien und Gruppen die Demokratie bekämpft wird. Die politische Mitte ist nach rechts abgedriftet.“
Bewusstsein für Gefahr fehlt den meisten
Das Problem sei, dass ein großer Teil der Gesellschaft das Abdriften nach rechts als wenig gefährlich wahrnehme. „Wir wollen aufrütteln, bewusst machen, aufwecken, Widerstand zeigen“, erklärt Caldonazzi. Es gehe um die Erhaltung der parlamentarischen Demokratie in einem gemeinsamen Europa, um die Einhaltung der Menschenrechte, um die Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Bewusstseinsbildung. Wir tragen Verantwortung für unsere Jugend und für unser aller Zukunft, für ein gutes Leben für alle!“
Enorm wichtig sei, sich bei den anstehenden Wahlen, wie etwa der EU-Wahl am Sonntag, zu beteiligen. Vor allem die Frauen hätten ihr Wahlrecht hart erkämpft. Deshalb sollten sie ihre Möglichkeiten nutzen mitzubestimmen.
„Der Rechtsruck ist europaweit spürbar. Wir müssen für Demokratie, die Menschenrechte und eine sozialgerechte Klimapolitik einstehen und jene Parteien wählen, die diese Ziele für uns am besten verteidigen und umsetzen“, lautet der Appell der „Omas gegen Rechts“.
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