Die 28 Kilometer lange Blechkolonne war ein Vorbote für weitere Riesenstaus, bangen Ortschefs. Am Samstag startet die Rückreisewelle aus den deutschen Pfingstferien.
Eineinhalb Tage lang ist in Kuchl alles gestanden. Erst ab Samstagnachmittag ebbte der Urlauberverkehr aus Deutschland langsam ab. „Endlich erleben wir wieder ein normales Geschehen in unserem Ort“, war ÖVP-Bürgermeister Thomas Freylinger am Montag erleichtert.
Wie in Kuchl entspannte sich die Verkehrslage in Golling erst nach dem Extremereignis von Freitag und Samstag. Bei dem Dauerstau gab es Wartezeiten von bis zu fünf Stunden vor den Baustellen der Tunnelkette Werfen. Zwar hatten Autofahrerclubs ausdrücklich davor gewarnt, vor allem Pfingsturlauber aus sieben deutschen Bundesländern rollten trotzdem Richtung Italien und Kroatien.
Klimakleber pickten eine Stunde auf der Autobahn
Mittendrin hatten sich am Samstag noch Aktivisten der Letzten Generation auf der A10 bei Hallein festgeklebt. Eine Entscheidung der Behörden zur Auflösung der Blockade dauerte. Erst nach einer knappen Stunde begann man die Klimakleber abzuführen.
Ein weiterer Riesenstau könnte in ähnlichem Ausmaß bald wieder kommen. „Ich fürchte, er wird ein Dauerthema bis Juni und darüber hinaus. Es stehen ja weitere Sanierungen an“, sagt Kuchls Ortschef Freylinger. Die Abfahrtssperren zu den Bundesstraßen reichen nicht, kritisiert auch Sabine Klausner, Salzburger SPÖ-Verkehrssprecherin.
Pongauer Gemeinden erwarten starke Rückreisewelle
Wie Freylinger fordert sie erneut eine Mautbefreiung. So könne die Polizei Urlauberautos wieder auf die Autobahn schicken. „Wir brauchen außerdem für Bischofshofen eine Sperre der Abfahrt Kreuzberg“, sagt Klausner. Am Samstag werde die Rückreise der Pfingsturlauber die Pongauer Gemeinden vor der Tunnelbaustelle verstopfen. Klausner: „Dann haben wir im Raum Bischofshofen überall Autos mit Booten und Surfboards. Es muss sich etwas ändern.“
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