Tausende Angriffe sollen auf das Konto der russischen Cyberkriminellen von „Lockbit“ gehen (siehe Video oben).
Die „Krone“ hat ausführlich berichtet: Anfang Februar wurde Korneuburg (Niederösterreich) durch eine massive Cyber-Attacke praktisch lahmgelegt. Die Stadtgemeinde vor den Toren Wiens war nur eines von unzähligen Angriffszielen in der westlichen Welt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ein Netzwerk internationaler Polizeibehörden bereits Fährte zu den Kriminellen aufgenommen. Die Spur führte eindeutig nach Moskau.
Und tatsächlich: Wenige Wochen später wurde die Kreml-freundliche Hacker-Gruppe „Lockbit“ für die Angriffe verantwortlich gemacht. Die Internet-Erpresser verschlüsseln mit einer sogenannten Schadsoftware die Daten ihrer Opfer und geben sie erst nach einer Lösegeldzahlung wieder frei.
Jetzt ist den Behörden ein weiterer Schlag gegen „Lockbit“ gelungen: Der Kopf der Bande konnte enttarnt werden! Bei dem Mann soll es sich um einen Russen namens Dmitry Khoroshev aus der Großstadt Voronezh, 500 Kilometer südlich von Moskau, handeln.
„Die Identifizierung von Khoroshev und seinen kriminellen Mitstreitern illustriert einmal mehr, welch gefährliche Angriffe von Russland aus auf unsere Gesellschaft durchgeführt werden“, erklärt „Krone“-Cybercrime-Experte Cornelius Granig, „leider ist es aber wie bei einer Hydra, der man einen Kopf abschlägt, während andere wieder nachwachsen. Daher müssen wir wachsam sein.“
In den USA drohen 150 Jahre Haft
Nach seiner Enttarnung wird es für den Ober-Hacker schwierig, da er sich nur in Schurkenstaaten wie Russland sicher fühlen kann. Die US-Behörden haben zehn Millionen (!) Dollar Kopfgeld ausgesetzt, dort drohen ihm 150 Jahre Knast!
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