In Perg soll für die Ausbaupläne einer Baufirma eine große Grünfläche im Dorfgebiet umgewidmet werden. Für SP und Grüne sowie etliche Anrainer ist dieses Vorhaben überhaupt nicht nachvollziehbar, da im nicht weit entfernten Betriebsgebiet noch genügend Flächen für Firmenansiedelungen frei wären.
Vor dem Gemeinderat am kommenden Dienstag gehen in Perg schon jetzt die Wogen hoch. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Debatte über die Einleitung eines Umwidmungsverfahrens im Ortsteil Aisthofen, um einer Baufirma die Errichtung von zwei Lagerhallen im Ausmaß von rund 180 Quadratmetern zu ermöglichen. Anrainer steigen seit Monaten auf die Barrikaden und haben schon einen Rechtsanwalt eingeschaltet.
Rede von Gefälligkeitsgutachten
Aus ihrer Sicht hat eine Firma in dieser landwirtschaftlich geprägten Gegend nichts verloren. Als Alternative würde sich das rund 1,5 Kilometer entfernte Betriebsbaugebiet anbieten. Dort wären noch genügend Flächen für Firmenansiedlungen verfügbar. Es ist aber auch die Rede von einer Gefälligkeitswidmung.
Nähe zur Landwirtschaftskammer
Der Grundstücksbesitzerin, die der Firma das Gelände vermietet, werden besonders gute Kontakte zur Spitze der Landwirtschaftskammer nachgesagt. Diese hat sich bereits positiv für eine Umwidmung ausgesprochen. Allerdings haben auch die betroffene Netz OÖ, das Militärkommando oder die Wirtschaftskammer keinerlei Einwände eingelegt.
SP und Grünen lehnen Umwidmung ab
Im Vorfeld des Gemeinderats haben sich Grüne und SP klar gegen die Umwidmung ausgesprochen. Die Mehrheit von FP und VP bewertet die Pläne positiv. Der schwarze Stadtchef Anton Froschauer gibt sich zurückhaltend: „Ich will kein Öl ins Feuer gießen. Es geht um die Einleitung eines Verfahrens zur Umwidmung. Dieses muss man sich in Ruhe anschauen. Es ist noch nichts entschieden.“
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