Bombenattrappe

Italien: Tiroler Student löste Panik in Pilgerstadt aus

Ausland
05.10.2012 19:12
Terror-Alarm in Italiens Pilgerstadt Assisi: Vor dem Besuch von Staatspräsident Giorgio Napolitano entdeckte man nahe der Basilika San Francesco (im Bild) ein verdächtiges Paket samt Drähten. Wenig später gab es Entwarnung, es handelte sich um eine Bombenattrappe. Ein Student (31) der Uni Innsbruck löste damit Panik aus - er wurde verhaftet.

Ein anonymer Anrufer versetzte Donnerstagabend die kleine Pilgerstadt Assisi in Aufruhr: Eine Paketbombe würde demnach während des Besuches von Staatspräsident Napolitano zum Auftakt eines zweitägigen Kirchen-Events in der Basilika San Francesco am Freitag in die Luft gehen. 

Großalarm wurde ausgerufen, das gesamte Areal rund um die Kirche geräumt, Spezialeinheiten angefordert. Und tatsächlich: Auf den Stufen zum Kloster stand einsam eine Schachtel, Drähte ragten heraus. Das verdächtige Paket wurde von Spezialisten wenig später zur Detonation gebracht. Wie sich herausstellte, war es nur eine Attrappe, ein präparierter DVD-Player.

Der "Bombenbauer" ging der Polizei indessen noch während des Großeinsatzes ins Netz. Der Italiener, der in Innsbruck lebt und dort Maschinenbau studiert, wollte das von ihm ausgelöste Panikszenario aus erster Reihe beobachten – und machte sich so verdächtig. Als die Carabinieri in seiner Hosentasche zudem die Rechnung des Mittwoch in Innsbruck gekauften DVD-Players fanden, waren sämtliche Unschuldsbekundungen des 31-Jährigen hinfällig - er wurde verhaftet.

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