Gut laufen die Gespräche zwischen Rainer Schrems, Chef der Wohnaccessoires-Kette Depot, und den Vermietern über die Zukunft jener 26 von 49 Filialen, die bisher Verluste schrieben: „Wie es aussieht, können wir mindestens 20 Filialen bis auf Weiteres halten.“
Sanierer und „Schließungs-Experte“ Schrems ist froh, dass es offenbar weniger schlimm kommt als befürchtet: „Ich möchte mich bei den Vermietern bedanken, die großteils sehr entgegenkommend waren.“ Teilweise konnte man sich auf niedrigere Mieten einigen und hat dafür die Laufzeit der Mietverträge verlängert. So können beispielsweise beim größten Vermieter, der Spar-Einkaufszentrentrochter SES, von sieben betroffenen Depot-Filialen wohl sechs weiterbetrieben werden.
Schrems ist bereits dabei, viele Kündigungen wieder zurückzuziehen
Das ist gut für die Mitarbeiter. Der Wiener Manager hatte ja im März vorsorglich 200 der 400 Beschäftigten beim AMS zur Kündigung angemeldet. „Jetzt rechne ich damit, dass es am Ende nur etwas über 40 Mitarbeiter trifft. Bei jenen Filialen, bei denen wir schon wissen, dass wir sie retten können, sind wir bereits dabei, die Kündigungen zurückzunehmen – wie zum Beispiel im Einkaufszentrum Q19 in Wien-Döbling.“
Vorerst laufen die Abverkäufe in den 26 bisher defizitären (siehe Grafik oben) Geschäften weiter. Der Rabatt wurde etwa im Sortimentsbereich Kunst- und Trockenblumen auf minus 70 Prozent erhöht. Bei Kerzen gibt es jetzt minus 60 Prozent, bei Lampen, Kleinmöbeln und Servietten sind es minus 50 Prozent. Der minimale Rabatt, den es bei allen Produktgruppen inzwischen jedenfalls gibt, wurde von 20 auf 30 bis 40 Prozent angehoben.
Die Rabatte können im Laufe des Mai auf minus 90 Prozent erhöht werden
In allen 26 betroffenen Filialen soll außerdem bald angezeigt werden, wie lange es noch dauert bis zum letzten Abverkaufstag – und dann kann es bis dahin täglich neue Aktionen geben. Schrems: „Die Rabatte steigen weiter und können im Laufe des Mai auf bis zu minus 90 Prozent erhöht werden.“ Das Ziel bleibt bestehen: Bis Ende Mai soll die gesamte bestehende Ware abverkauft sein um in jenen Filialen, die gerettet werden konnten, neu durchstarten zu können.
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