Kommissar Zufall

NÖ: Pensionist in Geldnot stahl 250 Fahrräder

Österreich
02.10.2012 09:20
Im Akkord scheint ein 62-Jähriger in Niederösterreich Fahrräder gestohlen zu haben. Durch einen Zufall kamen Polizisten nun auf die Spur des mutmaßlichen Serientäters. Der Pensionist gestand schließlich, in den vergangenen fünf Jahren knapp 250 Drahtesel erbeutet zu haben. Erklärungsversuch: "Akuter Geldmangel!"

Die Polizisten hätten den 62-Jährigen wegen einer "kleinen" Verwaltungsstrafe zur Bezirkshauptmannschaft in Tulln bringen sollen. Der Verdächtige war nicht da, aber ein Passant sprach die Polizisten an: "Ich glaub', der Mann stiehlt seit langer Zeit Fahrräder." Und tatsächlich entdeckten die Fahnder im Abstellraum der Wohnhausanlage fünf Drahtesel, die angeblich vom Verdächtigen dort "zwischengeparkt" worden waren.

"Ich hatte schwere finanzielle Probleme"
Am Tag danach erschien der Pensionist am Posten. Im Zuge der umfangreichen Befragung gestand er schließlich: "Ja, ich habe in fünf Jahren ungefähr 250 Fahrräder gestohlen." Die Hälfte davon will der Mann jeweils nur für eine Fahrt benutzt und dann "irgendwo liegen gelassen" haben. Der Rest wurde laut Polizeiakte um 10 bis 20 Euro an Zufallsbekannte verscherbelt. "Ich hatte schwere finanzielle Probleme", erklärte der Verdächtige. Wiederaufgetaucht sind bisher nur 13 Fahrräder. Der Beschuldigte wurde auf freiem Fuß angezeigt.

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