Bluttat in Belgien

Koch findet Leichen seiner Frau und der Söhne in Wohnung

Ausland
30.09.2012 20:40
Vierfachmord in der belgischen Hauptstadt Brüssel: Ein 39-jähriger Restaurantkoch hat - wie erst am Sonntag bekannt wurde - am Freitagabend seine Frau und seine drei Söhne erstochen in der gemeinsamen Wohnung im ersten Stock eines Mehrparteienhauses (Bild) aufgefunden. Zunächst stand das Familienoberhaupt selbst unter Verdacht, er befindet sich aber weiterhin auf freiem Fuß.

"Es war dunkel. Ich rief, aber niemand antwortete. Als ich das Licht anmachte, sah ich überall Blut", berichtete der 39-Jährige dem belgischen Fernsehsender RTL. Nachdem der Koch vor der Arbeit aus mehrere Male zu Hause angerufen hatte, ohne jemanden zu erreichen, machte er sich große Sorgen. 

Als er durch die Wohnung gegangen sei, habe er die Leichen seiner Frau und seiner beiden älteren Söhne vor dem Fernseher entdeckt. Der jüngste Sohn habe im Zimmer nebenan gelegen. Seine Kinder waren zwischen drei und sieben Jahren alt.

Wohnungstür weist keine Einbruchspuren auf
Die Ermittler bestätigten den Vierfachmord vom Freitagabend, wollten aber wegen der laufenden Ermittlungen keine Angaben zu Täter oder Motiv machen. Unklar ist nach wie vor, wie der Täter in die Wohnung gelangt ist, da die Eingangstür keinerlei Einbruchsspuren aufweist. 

Bürgermeister vermutet Täter in der Verwandtschaft 
Während sich die Polizei ausschweigt, machte der Bürgermeister des betroffenen Stadtteils Etterbeek, Vincent De Wolf, Andeutungen über ein Verbrechen innerhalb der Verwandtschaft. De Wolf sagte dem Sender RTBF, das Motiv sei "ein privates Problem". Nach Angaben der Nachbarn lebte die Familie, die der indischen Sikh-Religionsgemeinschaft angehörte, seit Jahren unauffällig in Belgien.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
30.09.2012 20:40
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung