"Starb in Kairo"
Verfahren gegen KZ-Arzt Aribert Heim eingestellt
Zielfahnder des Landeskriminalamtes hatten über Jahre in Ägypten versucht, den Aufenthaltsort Heims zu ermitteln. Neue Unterlagen aus Ägypten, Zeugenbefragungen, sowie biologische, chemische und physikalische Untersuchungen hätten nun Klarheit gebracht, heißt es.
Hunderte KZ-Insassen durch Giftspritzen ermordet
Wegen seiner Grausamkeit wurde Heim in Nazi-Konzentrationslagern "Dr. Tod" genannt. Er praktizierte nach dem Krieg als Frauenarzt in Bad Nauheim und Baden-Baden. Seit 1962 wurde er per internationalem Haftbefehl gesucht. In den KZs soll er laut Zeugenaussagen Hunderte Insassen durch Injektionen mit Benzin beziehungsweise durch die Entnahme von Organen getötet haben.
Nach seiner Flucht vor den Behörden soll Heim 30 Jahre lang in Ägypten unter dem Namen Tarek Hussein Farid gelebt haben. Im Februar 2009 berichteten das ZDF und die "New York Times" schließlich, er sei 1992 verstorben. Fahnder und Nazi-Jäger hatten das aber stets infrage gestellt.
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