Selbstkritisch
Obama räumt im TV “größten Fehler” seiner Amtszeit ein
Er habe damals im Wahlkampf die Zusage für die Einwanderungsreform gemacht, "bevor die Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch stand", begründete der Präsident sein Scheitern. Die Konjunkturkrise habe dann die ersten zwei Jahre seiner Präsidentschaft eingenommen. "Ich habe nicht alles geschafft, was ich schaffen wollte", gestand Obama in dem Interview ein.
Die Einwanderungsdebatte ist ein heißes Eisen in der US-Politik. Die Latinos stellen mit rund 50 Millionen Einwohnern mittlerweile die größte Minderheit in den USA. Mehr als zwei Drittel von ihnen gaben Obama bei der Wahl 2008 ihre Stimme. Er hatte beim Amtsantritt versprochen, die mehr als elf Millionen illegalen Einwanderer - oft Freunde oder Verwandte von legalen Immigranten - "aus dem Schatten" herauszuholen. Vor einigen Monaten hatte Obama bestimmt, dass zumindest Immigranten, die als Kinder oder Jugendliche illegal in die USA gekommen sind, zunächst für zwei Jahre von einer Abschiebung verschont bleiben.
Kampf um Latino-Wähler
Auch Obamas Herausforderer Mitt Romney weiß um die Bedeutung der hispanischen Wählerschaft. Er bemühte sich zuletzt, nach abschätzigen Aussagen über den ärmeren Teil der US-Wählerschaft, bei einem Interview auf Univision, sein nach angekratztes Image wieder aufzupolieren (siehe Infobox) und bei den Wählern mit lateinamerikanischen Wurzeln zu punkten.
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