Bald vor Gericht?
Japaner kochte eigene Genitalien für zahlende Gäste
Eine Polizeisprecherin erklärte, alle vier Verdächtigen hätten sich zu der Aktion im Tokioter Stadtteil Suginami bekannt. Die Behörden wurden tätig, nachdem der Bürgermeister von Suginami Beschwerde eingereicht hatte. Viele Bewohner hätten "Unbehagen" und "Sorge" zum Ausdruck gebracht, hatte Bürgermeister Ryo Tanaka erklärt.
Bei einer Anklage und Verurteilung drohen den Verdächtigen bis zu zwei Jahre Gefängnis und möglicherweise eine Geldstrafe von jeweils bis zu 2,5 Millionen Yen (24.364 Euro).
Eine Portion für rund 200 Euro
Der Künstler hatte sich bei einer Operation die Genitalien entfernen lassen und zwei Monate lang eingefroren. Im Mai servierte er seine mit Petersilie und Pilzen zubereiteten Geschlechtsteile dann bei einem Happening in Tokio an Gäste, die pro Portion umgerechnet 200 Euro zahlten.
Seine Aktion begründete der Maler, der sich selbst als asexuell definiert, mit seinen hohen Arztkosten und mit dem Kampf um mehr Aufmerksamkeit für sexuelle Minderheiten. Um sich juristisch abzusichern, hatte Sugiyama nach eigenen Angaben sämtliche Vorschriften über verbotenen Organhandel, den Umgang mit Krankenhausmüll sowie zur Lebensmittelsicherheit berücksichtigt.
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