Ubisoft hatte die zwingende Internetverbindung als Maßnahme gegen die besonders auf dem PC überbordende Spiele-Piraterie entwickelt. Er war zum Beispiel Teil von beliebten Games wie "Assassin's Creed 2" oder "Die Siedler 7".
Die Spieler konnten den Argumenten Ubisofts allerdings nichts abgewinnen und beschwerten sich über die Gängelung ehrlicher Käufer. Schließlich wurden die betroffenen Spiele unterbrochen, sobald die Internetverbindug schwankte, zum Teil gingen sogar Spielstände verloren.
Online-Zwang ist Geschichte
Damit ist nun Schluss, wie Stephanie Perotti, Worldwide Director für Online-Games bei Ubisoft, verspricht. "Ubisoft setzt heute auf eine einmalige Online-Registrierung, um die Echtheit des gekauften Spiels zu überprüfen", so Perotti gegenüber "PC Games". Alle aktuellen und künftigen Spiele von Ubisoft könnten auch ohne bestehende Internetverbindung im Singleplayer gespielt werden. Man habe auf das Feedback der Spieler gehört, so Perotti - auf die Frage, ob der Kopierschutz gewirkt habe, wollte sie allerdings gegenüber "Rock, Paper, Shotgun" keine Antwort geben.
Aktivierungsbeschränkung ebenfalls gekippt
Ebenfalls eine Erleichterung für PC-Spieler: Ubisoft-Games können nun so oft aktiviert werden wie gewünscht, so Perotti. Ubisoft hatte zum Beispiel bei "Anno 2070" verfügt, dass das Spiel nur dreimal auf einem PC installiert werden kann. Als neues Gerät sah der Kopierschutz den Rechner aber auch dann an, wenn lediglich die Grafikkarte ausgetauscht wurde. Die Regel wurde im Nachhinein, nach zahlreichen Beschwerden, von Entwickler Blue Byte entschärft. Der bittere Nachgeschmack, dass der Käufer nicht über sein legal erworbenes Ubisoft-Spiel verfügen darf, blieb allerdings bestehen.
Free-to-Play als neues Allheilmittel gegen Raubkopierer
Dass Ubisoft sich den Raubkopierern mit der Aufgabe von "Always on" geschlagen gibt, darf dennoch bezweifelt werden. Erst vor zwei Wochen hatte sich Ubisoft-Chef Yves Guillemot über die illegalen Kopien besonders auf dem PC beschwert. 93 bis 95 Prozent der Gamer nützten Raubkopien, so Guillemot, daher werde Ubisoft in Zukunft verstärkt auf Free-to-Play-Spiele setzen (siehe Infobox).
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