Zwei Todesopfer
Costa Rica von Beben der Stärke 7,6 erschüttert
Laut der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben, das sich um 8.42 Uhr Ortszeit (16.42 MESZ) ereignete, eine Stärke von 7,6. Sein Epizentrum lag etwa zehn Kilometer östlich der Stadt Hojancha im Nordwesten des zentralamerikanischen Landes an der Pazifikküste. Die Erschütterungen waren in großen Teilen Costa Ricas zu spüren.
Laut örtlichen Medienberichten fiel in mehreren Gegenden des Landes, darunter in der Hauptstadt San Jose, der Strom aus. Auch Telefonnetze brachen zusammen, Bäume wurden entwurzelt, Hausdächer beschädigt und Straßen aufgerissen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes starb eine Frau an Herzversagen. Ein Bauarbeiter kam beim Einsturz eines Gebäudes ums Leben.
"Im Pool bildete sich plötzlich eine Welle"
Fernsehsender zeigten Bilder von benommenen Menschen in der bei Touristen beliebten Provinz Guanacaste. "Wir waren im Pool, wo sich plötzlich eine Welle bildete", sagte ein Tourist. In der etwa 150 Kilometer vom Epizentrum entfernten Hauptstadt San Jose wurden zahlreiche Schulen und Gebäude evakuiert. Tausende Menschen begaben sich in Panik sicherheitshalber etwa eine Stunde lang ins Freie. Die costaricanische Präsidentin Laura Chinchilla sagte der Presse: "Am wichtigsten ist, dass die Bevölkerung Ruhe bewahrt."
Auch in den Nachbarstaaten Nicaragua und Panama sowie in El Salvador war das Beben zu spüren. In Nicaragua brachten die von dem Erdstoß ausgelösten hohen Wellen vor der Ostküste ein Boot mit 17 Menschen an Bord zum Kentern, teilte die Marine laut Medienberichten vom Donnerstag mit. Drei der Insassen - ein Mädchen, seine Mutter und eine schwangere Frau - seien ertrunken.
23 Tote nach Beben im Jahr 2009
Mitte Mai 2011 war Costa Rica von einem Erdbeben der Stärke 6,0 erschüttert worden, das leichte Sachschäden anrichtete. Im Jänner 2009 waren bei einem Beben der Stärke 6,2 in einem Touristengebiet etwa 40 Kilometer von San Jose entfernt 23 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende Häuser zerstört worden.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.