Walesa appelliert:
“Dem guten Putin helfen, auf bösen Putin aufpassen”
Der Westen dürfe zwar russische Oppositionelle, welche gegen die Politik des Kremlchefs kämpfen, moralisch unterstützen. "Aber wir müssen sie auch zur Mäßigung aufrufen, sie davor warnen, was alles passieren könnte", so Walesa.
Für den russischen Präsidenten, der seit seiner umstrittenen Wiederwahl im März 2012 und dem Gerichtsurteil gegen die regierungskritische Punkband Pussy Riot im Westen zunehmend kritisiert wird, warb Walesa um Verständnis: "Für mich gibt es zwei Putins: der eine, der Russland zusammenhält, damit es nicht zerfällt - und es ein wenig und sehr langsam reformiert." Diesen Putin müsse man verstehen und respektieren.
"Höllisch aufpassen, der ist gefährlich"
Aber es gebe auch noch den anderen Putin, der drohe, es allen zu zeigen, der von einem neuen Weltreich träume. "Auf diesen Putin muss man höllisch aufpassen, der ist gefährlich", so Walesa. "Wir müssen dem guten Putin bei seinen Reformen helfen - aber auf den bösen Putin aufpassen. Und sehr behutsam vorgehen."
Als Oppositioneller und Mitgberünder der polnischen Gewerkschafts-und Freiheitsbewegung Solidarnosc war Walesa selbst lange Zeit seines Lebens politischer Verfolgung ausgesetzt und mehrmals inhaftiert. Walesa wird am 19. September von "Superillu" mit dem Publikumspreis "Goldene Henne" in der Kategorie Politik ausgezeichnet.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.