Samaras bei Hollande
Nach Deutschland: Auch Frankreich lässt Athen zappeln
Die Frage nach einem Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone stelle sich trotz aller Probleme nicht, sagte Hollande: "Griechenland ist in der Euro-Zone, und Griechenland muss in der Euro-Zone bleiben." Die griechische Regierung müsse jedoch beweisen, dass sie entschlossen sei, ihre Ziele zu erreichen und dazu "den gesamten Weg gehen". Zugleich müsse Athen sich bemühen, die Reformen in einer Form umzusetzen, "die für die Bevölkerung erträglich ist", sagte Hollande.
Wie bereits die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Vortag machte auch Hollande am Samstag Griechenland zunächst keine Hoffnung auf Lockerungen beim Sparpaket. Nach dem Treffen mit Samaras vermied Frankreichs Präsident in seiner Stellungnahme inhaltliche Festlegungen. Auch zur Diskussion über etwaige neue Fristen für Griechenland sagte Hollande nichts. Die griechische Regierung will zwei Jahre Aufschub für das Sparpaket.
Samaras: "Griechenland wird es schaffen"
Samaras zeigte sich zuversichtlich. "Griechenland wird es schaffen, in der Euro-Zone zu bleiben", auch wenn "einige weiterhin gegen Griechenland" spekulierten. Es gebe gemeinsame Probleme, aber auch gemeinsame Hoffnung. "Ein Erfolg Griechenlands wird ein Erfolg Europas sein." Dafür müsse Griechenland "natürlich Verpflichtungen eingehen und Anstrengungen unternehmen", versprach Samaras. Zusätzlich bedürfe es eines wirtschaftlichen Wachstums. "Wir können unsere Ziele erreichen und unsere Verpflichtungen einhalten." Dabei müsse jedoch der soziale Zusammenhalt gewahrt werden.
Das seit März laufende zweite Hilfsprogramm für Griechenland hat ein Volumen von 130 Milliarden Euro. Eine neue Tranche von knapp 31,5 Milliarden Euro, ohne die dem Land die Staatspleite droht, soll nach der neuen Prüfung der Troika, die frühestens im September abgeschlossen sein wird, ausgezahlt werden. Zudem muss Griechenland noch Sparanstrengungen im Umfang von mindestens 11,5 Milliarden Euro für die kommenden beiden Jahre beschließen.
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