Racheaktion
Schüsse bei Empire State Building: Tote und Verletzte
Die Schießerei ereignete sich gegen 9 Uhr auf der Fifth Avenue in Höhe der 34. Straße im Herzen von Manhattan. Bloomberg sagte, der Täter heiße Jeffrey Johnson. Der 58-Jährige habe vor etwa einem Jahr im Zuge von Entlassungen seine Arbeit als Modedesigner bei der Importfirma Hazan an der Fifth Avenue verloren. Nach Angaben von New Yorks Polizeichef Raymond Kelly handelt das Unternehmen mit Damenunterwäsche.
Ex-Mitarbeiter in Kopf geschossen
Der Täter sei laut Polizei bewaffnet zu seiner ehemaligen Arbeitsstätte in der Nähe des Wolkenkratzers zurückgekehrt. Bei einer Auseinandersetzung mit einem 41-jährigen Ex-Mitarbeiter zückte Johnson dann die Waffe und schoß dem Mann in den Kopf, berichtete der Nachrichtensender CNN. Bei dem Opfer handelt es sich Angaben der Associated Press zufolge um Steven Ercolino, einen Vize-Präsidenten der Importfirma.
Augenzeugen: "Wie im Wilden Westen"
Augenzeugen, darunter auch zahlreiche entsetzte Touristen, sprachen von "Szenen wie im Wilden Westen" am Tatort. Der Schütze habe wahllos um sich geschossen. Johnson feuerte auch auf die alarmierten Polizisten und wurde schließlich von den Beamten erschossen, bestätigte Polizeichef Kelly. Möglicherweise seien dabei Passanten von Kugeln der Polizei getroffen worden, räumte Bloomberg ein. Nach Angaben des Bürgermeisters wurden außer den beiden Todesopfern zwei Frauen und sieben Männer von Kugeln getroffen. "Es sieht nicht so aus, als würde einer von ihnen sterben", so Bloomberg.
Bürgermeister um Schadensbegrenzung bemüht
Die Polizei sperrte die Gegend um das Empire State Building nach der Schießerei ab. Der 381 Meter hohe Wolkenkratzer aus den 1930er-Jahren ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der US-Metropole. Bloomberg versuchte die Touristen und Einheimischen zu beruhigen. "New York ist eine der sichersten Städte in diesem Land, aber wir sind nicht immun gegen die nationalen Probleme mit Waffengewalt", so der Bürgermeister.
Erst vor rund zwei Wochen war es in New York zu einem Zwischenfall gekommen. Beim Times Square erschossen Polizisten vor den Augen zahlreicher Passanten einen 51-jährigen Mann, der die Beamten mit einem Messer bedroht hatte (siehe Infobox).
In den vergangenen Monaten hatte es zudem mehrere aufsehenerregende Schießereien in den USA gegeben. Mitte des Monats kamen unweit einer Universität im Bundesstaat Texas drei Menschen ums Leben. Anfang August war ein Ex-Soldat in einen Tempel in Wisconsin eingedrungen und hatte sechs Menschen getötet, bevor er selbst von einem Polizisten erschossen wurde. Ende Juli stürmte ein Mann ein Kino im Bundesstaat Colorado und erschoss zwölf Menschen.
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