Sie sind Orte der Ruhe und der Geselligkeit. Wer ein Presshaus mit Keller kaufen will, muss – je nach Lage, Größe und Zustand - fallweise bis zu zehntausende Euro berappen. Immer mehr Kellergassen-Fans erwerben daher alte Bausubstanzen und packen selbst an. Hier stellt das Land nun Experten zur Seite.
Es gab Zeiten, da hat man Kellerröhren zugeschüttet, wenn die Bausubstanz des Presshauses nicht mehr zu retten war. Heute kann man in so manchen beliebten Kellergassen von Glück reden, wenn es dort überhaupt noch ein uriges Kellergebäude zu erwerben gibt.
Lebendiges Kulturerbe mit neuen Nutzungen
Einst Orte anstrengender Winzerarbeit, nun trendige Stätten für Events, Feiern und Traditionsveranstaltungen - am Rande oder außerhalb von Orten und Städten, umgeben von schöner Landschaft: Immer mehr Menschen ergreifen Eigeninitiative und renovieren alte Presshäuser, die häufiger und günstiger zu haben sind als fertig renovierte Gebäude.
Bauregeln für eine optisch harmonische Kellergasse
Finden tut man sie noch, oft gar nicht mehr sichtbar, weil die Natur bereits den Eingang der verbliebenen Kellerröhre überwuchert hat. Dann kann man sein Presshaus nach eigenen Vorstellungen neu aufbauen. Aber – egal, wie gut man mit Kelle und Spachtel umgehen kann: Guter Rat ist dann teuer, denn bei den Bauvorschriften wird genau darauf geachtet, dass Wiedererrichtungen und Sanierungen auch zum umgebenden Baustil passen.

Bauberatung gibt es nun auch für Kellergassen
Daher stellt man im Rahmen der Aktion „NÖ gestalten“ nun Kellergassen-erfahrene Berater zur Seite, die beim Planen helfen und auch vor Ort Tipps geben. „Ziel ist aber auch, weniger gefragte Ensembles wieder mit Leben zu füllen“, so Landesvize Stephan Pernkopf: „Denn Kellergassen sollen nicht stille Museumsdörfer sein, sondern lebendige Orte, wo Tradition, Geselligkeit und Brauchtum gepflegt werden.“
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