"Gute Fortschritte"
Troika verlässt Athen voll guter Hoffnung
Die Stimmung bei den Gesprächen seit "gut" gewesen, hieß es aus dem Finanzministerium in Athen. Die griechische Regierung muss nun in den kommenden Tagen Details zu den von der Troika geforderten Maßnahmen erarbeiten und den Vertretern bis Ende kommender Woche einen entsprechenden Bericht schicken. Für Montag und Dienstag ist ein Treffen von Ministerpräsident Antonis Samaras mit seinen Koalitionspartnern vorgesehen.
Wieder einmal Schicksalstage für Athen
Die nun zugesagten Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro sind Voraussetzung für die Freigabe einer weiteren Hilfstranche von 31,5 Milliarden Euro im September. Ohne das neue Geld aus dem zweiten Hilfsprogramm droht Griechenland die Staatspleite. Durch die Wahlen im Mai und Juni hatte sich die Zusage der geforderten Kürzungen wiederholt verzögert.
Finanzminister Yannis Stournaras zufolge sind die kommenden Wochen "entscheidend für das Überleben des Landes". Zwar hätten die Griechen schon "große Opfer" gebracht, sagte er der Zeitung "Ethnos". Wenn die zugesagten neuen Kürzungen nicht umgesetzt würden, drohten dem Land aber der Bankrott und der Austritt aus der Euro-Zone. Die erneuten Kürzungen sind in der Bevölkerung heftig umstritten. Das Land leidet das fünfte Jahr in Folge unter einer Rezession und unter einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit.
Samaras will "schnellen Euro-Tod" verhindern
Ministerpräsident Samaras will Ende August zu Gesprächen mit den beiden stärksten Euro-Partnern nach Berlin und Paris reisen. Laut griechischen Medienberichten geht es bei den Besuchen darum, einen "schnellen Euro-Tod" Griechenlands abzuwenden. Den Verantwortlichen sei bewusst, dass es in Berlin einen "Grexit"-Plan - einen Plan für den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone - gebe.
Samaras hatte vergangene Woche die Äußerungen einiger europäischer Politiker zu einem möglichen Euro-Austritt Griechenlands scharf zurückgewiesen. Diese würden die griechischen Bemühungen untergraben, sagte er vor einem Parlamentsausschuss. Er wisse nicht, ob diese Politiker es "bewusst oder aus Dummheit" täten - er wisse nur, dass sie unverantwortlich seien.
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