Traurige Woche am Landesgericht Innsbruck: Rund um angeklagte Misshandlungen von Lebensgefährtinnen bzw. einer Ehefrau sind gleich mehrere Prozesse am Plan. Schlimmes soll einer schwangeren Frau widerfahren sein.
Gewalt in Beziehungen – von der Tragweite dieses Problems zeugt diese Woche der Verhandlungskalender am Landesgericht Innsbruck.
Am Dienstag stand ein 33-Jähriger vor dem Richter, der laut Anklage sogar in der Schwangerschaft seiner Lebensgefährtin nicht vor Misshandlungen zurückgeschreckt haben soll. Einmal soll er sie gegen eine Tür gestoßen und ihr nach dem folgenden Sturz noch Tritte versetzt haben. Er wolle sie und ihr Kind umbringen, soll er dazu gedroht haben. „Blaue Flecken hatte sie nur wegen einvernehmlichem Sex“, behauptete der Mann beim Prozess wegen fortgesetzter Gewaltausübung.
Derzeit sind wir zusammen. Wir haben eine On-off-Beziehung.
Der angeklagte 33-Jährige beim Prozess
Lebensgefährtin darf Aussage verweigern
Das Problem: Die Frau hatte ihn zwar angezeigt, sich dann aber als Lebensgefährtin der Aussage entschlagen. Aktuell war nun unklar, ob die Beziehung noch aufrecht ist. Der Richter will das Opfer dazu nochmals laden. Im Fall eines Beziehungsendes wäre sie zur Aussage verpflichtet. Daher wurde auf April vertagt.
Zwei weitere schlimme Fälle aus dem Unterland
Schon am Montag war ein Unterländer (27) vor Gericht, weil er seiner Lebensgefährtin einen Schlag versetzt hatte, der zu einer Trommelfellperforation geführt hatte. Zudem drohte er ihr mit dem „Herausschlagen der Zähne“ und dass man sie „morgen blutig im Wald“ finde. Prozess vertagt.
Für Freitag stand ein (inzwischen vorerst abberaumter) Fall aus dem Unterland am Plan: Ein 55-Jähriger soll seiner Frau so heftige Schläge und Tritte versetzt haben, dass zwei Rippen brachen und sie eine Schädelprellung erlitt.
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