Der richtige Umgang mit Essensabfällen in Gebieten, die von Bären durchwandert werden, helfe bei der Vermeidung von Konflikten zwischen Mensch und Bär. Deshalb müsse Nahrung in der Nähe von Siedlungen für die Tiere unzugänglich aufbewahrt werden.
"Haben Bären einmal gelernt, dass es in der Nähe von Menschen Futter gibt, verlieren manche ihre natürliche Scheu und suchen immer wieder diese Futterquellen auf", schilderte Bärenanwalt Georg Rauer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien.
Eine Tonne kostet 1.000 Euro
In Österreich sollen nun erstmals vier dieser Mülltonnen aufgestellt werden: einer im Alpenzoo Innsbruck und drei in der Region rund um den Naturpark Kaunergrat im Tiroler Oberland. "Ein flächendeckender Einsatz in den Bärensiedlungsgebieten ist unrealistisch, da eine dieser Tonnen rund 1.000 Euro kostet. Wir hoffen jedoch, auf diese Weise den Menschen einen sicheren Umgang mit Essensabfällen zu vermitteln", erklärte Ernst Partl, Geschäftsführer des Naturparks Kaunergrat.
Ursprünglich kamen Braunbären in ganz Europa vor. Durch die Abholzung von Wäldern und die Besiedelung der Gebiete verloren die Tiere jedoch ihre Lebensräume. In Österreich leben zurzeit keine Bären, lediglich einige Exemplare aus Italien und Slowenien wandern gelegentlich über die Grenze.
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